3:3 gegen St.Gallen

Umkämpftes Spiel endet unentschieden: Wieder nur ein Punkt für den FCL

20. Oktober 2022, 00:00 Uhr
In einer spannenden Affiche mit vielen heissen Szenen trennten sich der FC Luzern und St. Gallen in der Swissporarena 3:3 unentschieden. Die Luzerner schafften es einmal mehr nicht, mit etwas mehr Effizienz vor dem Tor den Sieg zu sichern.

Quelle: PilatusToday

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Mit einem guten Start machte die Mannschaft des FC Luzern sofort klar, dass sie in dieser turbulenten Zeit eine Antwort in Form einer solidarischen Leistung auf dem Platz geben wollte. Nachdem aus einer gefährlichen Flanke von Schürpf auf Sorgic in der 2. Minute noch nichts Zählbares herausschaute, machten es die Luzerner bereits fünf Minuten später besser: Nach einer schnörkellosen und flüssigen Kombination über zahlreiche Stationen konnte Dräger mit einem überlegten, leicht verzögerten Schuss Zigi im St. Galler Tor bezwingen.

Der Jubel über die frühe Luzerner Führung war gross, dauerte aber nicht lange. Knappe 90 Sekunden später liess Latte Lath auf der anderen Seite das Geburtstagskind Burch sehenswert aussteigen und hatte danach keine Mühe, den Ball im Luzerner Tor unterzubringen. In der Folge entwickelte sich eine attraktive Partie mit guten Chancen auf beiden Seiten. Nach einer knappen halben Stunde vergaben Burch und zweimal Dräger innert weniger Minuten drei Topchancen. Zweimal rettete Zigi bärenstark und einmal verfehlte der Ball das Tor nur knapp.

Die Luzerner überzeugten mit einer guten Mannschaftsleistung und brachten sich fast nur mit unnötigen Ballverlusten gegen die konterstarken St. Galler in Bedrängnis. So auch in der 40. Minute, als Burch in der Angriffsauslösung einen katastrophalen Fehlpass spielte, den Guillemenot gnadenlos ausnützen und zum 1:2 einnetzen konnte. Diese aufgrund der Spielanteile unverdiente Führung währte jedoch nicht lange, weil auch Sutter in den Reihen der Grün-Weissen einen Aussetzer hatte. Kurz vor dem Pausenpfiff geriet sein Rückpass auf Zigi viel zu kurz, Dräger reagierte gedankenschnell und konnte mit einer schönen Einzelaktion den Gleichstand wieder herstellen.

Auch intensive zweite Halbzeit

Die Intensität liess nach der Pause keinen Millimeter nach, denn bereits in der 49. Minute folgte der nächste Paukenschlag: Sorgic schüttelte seinen Gegenspieler nach einem weiten Zuspiel geschickt ab und ging gleichermassen geschickt ins 1:1 gegen Zigi, der sich nur noch mit einem Foul innerhalb des Strafraums zu helfen wusste. Den fälligen Elfmeter verwandelte Max Meyer souverän zur erneuten Luzerner Führung. Den Luzernern gelang es danach über weite Strecken den Gegner vom Tor fern zu halten.

Aber leider steckten die Blau-Weissen in der Schlussviertelstunde aus unerklärlichen Gründen etwas zurück und liessen die Ostschweizer aufkommen. Das rächte sich in der 83. Minute, als von Moos zu wenig gestört wurde und mit einem abgefälschten Schuss aus rund 20 Metern das sechste Tor des Abends realisieren konnte. Die Partie wurde zunehmend gehässig und die St. Galler kamen in der Schlussphase dem Sieg sogar eher näher als die Luzerner. So musste sich der FCL am Schluss trotz einer über weite Strecken sehr guten Leistung mit einem Unentschieden zufrieden geben.

Das sind die FCL-Noten

Szene des Spiels

Eine einzelne Szene herauszuheben würde diesem ereignisreichen Spiel nicht gerecht, deswegen entscheiden wir uns für eine Aktion auf den Rängen. Es ist doch eher eine Seltenheit, dass sich beide Fanlager einig sind. Nicht so die Luzerner und die St. Galler: In der zweiten Halbzeit riefen die Ost- und Innerschweizer abwechslungsweise «Scheiss Playoffs…!» und protestierten damit gegen den neuen Liga-Modus.

Mann des Spiels

Vier Topchancen in einer Halbzeit hat man nicht alle Tage … Dass Mohamed Dräger wenigstens zwei davon nutzt, macht ihn zum verdienten Matchwinner.

Stimmen zum Spiel

Quelle: PilatusToday

Quelle: PilatusToday

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 19. Oktober 2022 20:14
aktualisiert: 20. Oktober 2022 00:00