Super League

«Wir müssen leiden bis zum Schluss»: Der FC Luzern muss in die Barrage

22. Mai 2022, 20:23 Uhr
Es ist bitter! Der FC Luzern gewinnt in Zürich souverän gegen den Meister – mit 3:2. Trotzdem müssen die Luzerner gegen den FC Schaffhausen in die Barrage. Denn der direkte Konkurrent FC Sion spielte zu Hause ein 3:3 Unentschieden gegen Servette.
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Quelle: PilatusToday

Die Stimmung im Letzigrund ist meisterlich. Die Fans des FCZ begrüssten ihre Mannschaft mit einer überdimensionalen Choreo zum letzten Spiel der Saison. Meisterlich aber nicht nur die Stimmung, sondern auch das Startfeuerwerk des Gastgebers. Bereits nach nur zwei Minuten steht es 1:0 – Tosin netzt ungestört ein. Und der FCL denkt sich wohl: «Täglich grüsst das Murmeltier». Einmal mehr ein früher Rückstand.

Die Männer von Mario Frick können sich zwar in der Folge etwas fangen. Alles in allem ist man aber offensiv zu inkonsequent und defensiv viel zu fehleranfällig. Eine explosiv gefährliche Kombination gegen einen Meister. Der FCZ dankt und erhöht nach einem nachlässigen Campo-Pass per Kontertreffer zum 2:0.

Kommen wir nochmals zum Murmeltier zurück. Dieses grüsst dann nämlich auch andersrum. Der FC Luzern ist nach dem doppelten Rückstand nun endlich im Spiel und kommt vermehrt zu Chancen. Und folglich auch zu Toren. Zuerst verwertet Ndiaye eine Jashari Hereingabe. Und kurz vor der Pause gleicht der FCL dank einem Campo-Tor sogar noch zum 2:2 aus. Alles wieder zurück auf Anfang.

FCL gewinnt – reicht trotzdem nicht

Und dann wird das vermeintlich letzte Kapitel einer unglaublichen FCL-Saison geschrieben. Ein Frydek-Einwurf landete per Campos-Kopf bei Ugrinic. Und dieser hämmerte den Ball mit einem wahnsinnigen Selbstvertrauen in die Maschen: Wow! Und weil zu diesem Zeitpunkt auch Sion 1:3 im Hintertreffen liegt, verlässt der FC Luzern kurzerhand den Barrage-Rang. Das FCL-Herz bleibt für einen Moment stehen – unglaublich.

Es fing das grosse Zittern an. So wichtig das eigene Spiel auch war, mit einem Auge schielte man folglich auch nach Sitten. Und da hiess es plötzlich 3:3 – zwei haarsträubende Fehler vom Servette-Torhüter begruben die FCL-Träume vom direkten Ligaverbleib tief unter der Erde.

Nichts also mit dem letzten Kapitel der Saison – es geht in die Verlängerung. Fairerweise muss man sagen, dass der FC Luzern den direkten Ligaerhalt nicht heute verpasst hat. Die Leistungen über die ganze Saison hinweg waren einfach zu inkonstant. Um dennoch in der Super League zu bleiben, muss der FC Luzern nun also gegen den FC Schaffhausen in die Barrage.

Szene des Spiels

Lange Gesichter trotz Auswärtssieg gegen den Meister. Wie bitter ist denn das. Bis zur 85. Minute steht der FC Luzern auf Rang acht. Und dann leistet sich im Parallel-Spiel in Sitten Servette-Torhüter Omeragic einen weiteren Bock – Sion gleicht zum 3:3 aus.

Spieler des Spiels

Samuele Campo. Zuerst im negativen, dann im positiven Sinn. Sein lässiger Beginn ist absolut ungenügend. Dann steigert er sich jedoch markant. Zuerst schiesst er sein Team zum 2:2 Ausgleich. Und kurz nach der Pause legt er dann auch noch herrlich per Kopf auf Ugrinc auf, welcher den 3:2 Siegestreffer markiert. Ein ereignisreicher Nachmittag für Luzerns Nummer 10.

Stimmen zum Spiel

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 22. Mai 2022 16:03
aktualisiert: 22. Mai 2022 20:23
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