Nach 2 Wochen Pause

Zweiter FCL-Saisonstart: «War schwierig, die Spannung aufrecht zu halten»

5. August 2022, 19:03 Uhr
Die neue Super-League-Saison ist bereits drei Runden alt. Doch der FCL ist noch nicht richtig in der Meisterschaft angekommen. Wegen zwei Spielverschiebungen hat er erst einen Match ausgetragen. Am Sonntag kommen die Luzerner nun quasi zu einem zweiten Saisonstart.
FCL-Trainer Mario Frick schaut trotz fehlendem Spielrhythmus zuversichtlich auf das Auswärtsspiel gegen Lugano.
© KEYSTONE/Urs Flueeler

«Wir sind heiss darauf, dass es weitergeht» und «die Freude ist gross»: FCL-Trainer Mario Frick und Verteidiger Marco Burch können es kaum erwarten, dass die spielfreie Zeit endlich ein Ende nimmt.

Trainings statt Spiele

Nach dem torlosen Remis gegen den Meister FC Zürich zum Auftakt standen für die Luzerner zwei Wochen ohne Meisterschaftsspiel an. Das bedeutete: trainieren, trainieren und nochmals trainieren. Etwas, dass die Spieler nicht wirklich lieben und auch dem Trainer zu schaffen macht.

«Es war sehr schwierig, die Spannung aufrecht zu halten. Wenn du nur trainierst und kein Spiel ansteht, ist das auch für die Spieler etwas ganz anderes.» Dennoch ist Mario Frick überzeugt, dass sie die spielfreie Zeit gut genutzt haben.

Spielpraxis versus hohe Trainingsintensität

«Unsere Trainings hatten eine hohe Intensität. Wir konnten viele Dinge in der Offensive und der Defensive anschauen und besprechen. Wir sind bereit für Lugano!» Wenn das mal keine Kampfansage ist – fehlt dem FC Luzern doch noch jeglicher Spielrhythmus.

Anders als der FCL haben die Tessiner nicht erst 90 Minuten in den Beinen, sondern bereits deren 360. Wem dies wohl eher in die Karten spielt? «Das ist schwierig zu beurteilen», sagt Verteidiger Marco Burch. «In den ersten Spielen einer Saison muss man sich jeweils noch etwas finden. Und vielleicht sind wir noch in dieser Findungsphase.»

Es dominiert das Nichtwissen

Es könne aber auch ein Vorteil für die Luzerner sein, dass sie erst ein Spiel bestritten haben. «Daher hat Lugano kaum Material für das Videostudium, sodass die Tessiner nur schwer abschätzen können, wie wir auftreten werden.»

Doch es ist nicht nur Lugano, das vor dem Meisterschaftsspiel am Sonntag vor einem Rätsel steht. Auch die Luzerner wissen nicht so recht, was vom Gegner zu erwarten ist. So sagt etwa FCL-Trainer Mario Frick: «Lugano hat mit den Abgängen von Maric, Lovric und Custodio etwas die DNA verloren.» Doch sie hätten nach wie vor gute Spieler.

Grosse Zuversicht im FCL-Lager

Daher sei extrem schwierig zu beurteilen, ob Lugano nun stärker oder schwächer einzustufen ist als noch in der vergangenen Saison. Klar sei jedoch, dass sie auf alles gefasst sein müssen, betont Frick: «Lugano hat in den vergangenen Wochen das Spielsystem geändert und immer mit einer Viererkette gespielt.»

Er erwarte, dass es am Sonntag gegen den FCL bereits die nächste Änderung im Spielsystem geben wird. Dies sei aber nicht weiter beunruhigend. «Wir lassen uns überraschen. Wir sind auf beide Varianten vorbereitet.» Lugano kann also kommen.

(scd)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 5. August 2022 18:14
aktualisiert: 5. August 2022 19:03
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