ZSC - Servette 1:4

Für Servette gilt: Aller guten Dinge sind drei

29. April 2021, 22:20 Uhr
Genfs Goalie Daniel Manzato liess auch in Spiel 3 nur ein Gegentor zu - auch wenn er beim Zürcher Ausgleich zum 1:1 daneben griff
© KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Genève-Servette steht nach einem 4:1-Sieg in Zürich gegen die ZSC Lions zum dritten Mal in seiner Klubgeschichte im Playoff-Final. Die Zürcher finden erneut kein Mittel.

Die ZSC Lions bringen auch im dritten Duell gegen ein grundsolides und fehlerfreies Hockey spielendes Servette keinen Sieg zustande und scheidet mit 0:3 Siegen auf kürzestmöglichem Weg aus. Es fehlt den Zürchern - auch, aber nicht nur wegen Verletzungen - an Durchsetzungskraft und Zielstrebigkeit.

Wie man in den Playoffs die meisten Tore erzielt, demonstrieren Daniel Winnik und Linus Omark eindrücklich. In der 9. Minute lenkt der 36-jährige Kanadier im Powerplay einen Schuss von Omark direkt vor ZSC-Torhüter perfekt und unhaltbar zur ersten Genfer Führung ab. Nahe an einer Goaliebehinderung, aber eben genau da, wo ein zielstrebiger Stürmer stehen muss und wo ihn die Verteidiger mit allen Mitteln wegbringen müssten. Vor der zweiten Führung spielt Omark dem bedauernswerten Simon Bodenmann fast einen Knoten in die Beine. Erneut ist es Winnik, der die Vorarbeit des zwei Jahre jüngeren Schweden zum 2:1 veredelt.

Insgesamt arbeiten die Löwen vor dem eigenen Tor konsequenter als bei der 1:4-Niederlage in Spiel 2 am Dienstag in Genf. Einzig direkt nach dem 1:2 verlieren sie in der zweiten Hälfte des Mitteldrittels vorübergehend die Ordnung und müssen froh sein, dass der Rückstand nach 20 Minuten nicht grösser ist.

Auch im dritten Spiel gegen Servette schiessen die Zürcher aber nur ein Tor. Zu wenig, um auf die grosse Wende in der Serie hoffen zu können. Das 1:1 in der 12. Minute ist verdient und zeigt, was es braucht: Zwei Spieler nehmen Goalie Daniel Manzato, und dieser lässt sich prompt von einem eher harmlosen Schuss Dario Trutmanns erwischen. Ansonsten arbeiten die Genfer aber äusserst konsequent und lassen kaum Torchancen zu. Nach dem 3:1 durch den jungen Mathieu Vouillamoz vier Minuten steht der dritte Finaleinzug Servettes nach 2008 und 2010 endgültig fest.

Er ist hochverdient. Nach der Startniederlage zum Auftakt des Viertelfinals gegen Fribourg-Gottéron ist das Team des unscheinbaren, aber cleveren Coaches Patrick Emond in sieben Spielen ungeschlagen. Die ZSC Lions wirkten hingegen nach der emotionalen und kräftezehrenden Viertelfinalserie gegen Lausanne leer und müde.

ZSC Lions - Servette 1:4 (1:1, 0:1, 0:2)

50 Zuschauer. - SR Stolc/Stricker, Progin/Steenstra. - Tore: 9. Winnik (Omark/Ausschluss Diem) 0:1. 12. Trutmann (Bodenmann/Ausschlüsse Fehr; Prassl) 1:1. 30. Winnik (Omark) 1:2. 56. Vouillamoz (Omark, Winnik) 1:3. 59. Richard (Omark) 1:4. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Andrighetto; Tömmernes.

ZSC Lions: Waeber; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Meier; Prassl, Roe, Andrighetto; Lasch, Sigrist, Riedi; Bodenmann, Diem, Hollenstein; Simic, Schäppi, Wick; Rautiainen.

Genève-Servette: Manzato; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Le Coultre; Guebey, Völlmin; Maxime Montandon; Vouillamoz, Winnik, Omark; Rod, Richard, Vermin; Moy, Fehr, Miranda; Arnaud Montandon, Kast, Berthon; Patry.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Chris Baltisberger, Blindenbacher, Krüger, Morant, Pedretti, Pettersson, Suter (alle verletzt) und Hayes (überzählig), Genève-Servette ohne Descloux, Maurer, Mercier, Smons (alle verletzt) und Asselin (überzähliger Ausländer). - Timeout ZSC Lions (9./Coach's Challenge). - Pfostenschuss Fehr (40.). - ZSC Lions von 56:46 bis 58:30 ohne Torhüter.

Quelle: sda
veröffentlicht: 29. April 2021 22:20
aktualisiert: 29. April 2021 22:20