England

Angeblich Konten des FC Chelsea eingefroren

12. März 2022, 08:04 Uhr
Chelsea drohen nach Sanktionen gegen den russischen Besitzer Roman Abramowitsch weitere finanzielle Schwierigkeiten. Wie Medien berichteten, sind Konten eingefroren worden.
Chelsea wird immer mehr zum politischen Instrument.
© KEYSTONE/EPA/NEIL HALL

Hintergrund dafür soll laut den Berichten vom Freitag sein, dass die Banken prüften, was dem Club unter den von der britischen Regierung festgelegten Sanktionen möglich ist.

Massive Sanktionen gegen Chelsea

Grossbritannien hatte am Donnerstag weitreichende Massnahmen gegen Chelsea verhängt. Der Club-Weltmeister darf ab sofort keine Spielertransfers mehr tätigen, keine Eintrittskarten mehr für Spiele verkaufen und muss sämtliche Fanshops schliessen. Der russische Besitzer Abramowitsch verliert damit vorerst die Kontrolle über den Fussballverein.

Nach einem Bericht von «The Athletic» hat die britische Regierung dennoch wieder grünes Licht für den Verkauf des FC Chelsea gegeben. Dies soll das Ergebnis von Gesprächen der Regierung mit der US-Bank Raine sein, die den Verkauf abwickeln soll, weil der Prozess schon vor den Sanktionen gegen Abramowitsch begonnen wurde.

Einzig Sonderlizenz ermöglicht Spiele

Grossbritannien verhängte die Massnahmen gegen Milliardär Abramowitsch wegen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Das Mobilfunkunternehmen Three bat zudem darum, den Vertrag bis auf Weiteres auszusetzen und das Firmenlogo von den Trikots und von den Werbebanden zu entfernen. Chelsea darf den Spielbetrieb derzeit nur dank einer Sonderlizenz der britischen Regierung fortsetzen. Die Verantwortlichen waren am Freitag im Gespräch mit der Regierung, um eine Lockerung der Sanktionen zu erreichen.

Gemäss der am Donnerstag erteilten Lizenz sind «fussballbezogene Aktivitäten» gestattet. Spieler, Trainer und alle anderen Angestellten dürfen weiter bezahlt werden. Reisekosten bis maximal 20'000 Pfund (umgerechnet 24'000 Franken) pro Spiel sind erlaubt. Der finanzielle Aufwand pro Heimspiel darf maximal 500'000 Pfund (rund 610'000 Franken) betragen. Durch den Verkaufsstopp für weitere Tickets und Merchandising entgehen dem Club wichtige Einnahmen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. März 2022 08:04
aktualisiert: 12. März 2022 08:04
Anzeige