Die letzte ihrer Art

Die Super League 22/23 – eine besondere Saison

Marian Märki, 15. Juli 2022, 14:22 Uhr
Die diesjährige Super-League-Saison ist eine ganz besondere. Es ist die letzte Saison im bekannten Modus. Und auch sonst wird es einiges geben, das für Gesprächsstoff sorgen wird. Neben einem Aufsteiger, den noch nicht viele gesehen haben, gibt es auch Regeländerungen.
Die Super League Saison 2022/23 ist die Letzte in ihrer Art und Weise.
© KEYSTONE/Urs Flueeler
Anzeige

Die Dernière

Ab der Saison 2023/24 werden zwölf Clubs in der obersten Liga kicken. Das haben die Liga und die Vereine an ihrer ausserordentlichen Generalversammlung Ende Mai beschlossen. Zudem wird sich der Modus der Liga ändern. Damit ist die neue Saison die letzte im alten Modus und ohne Playoffs. Für viele Fans ein Wermutstropfen.

Kein direkter Abstieg

Was hingegen die Fans freuen dürfte ist, dass der Lieblingsverein kaum absteigen kann. Durch die Ligaaufstockung gibt es keinen direkten Absteiger. Der Letzte der Super League wird mit dem Drittplatzierten der Challenge League um den Ligaverbleib im Barragemodus kämpfen. Der Erste und Zweite der Challenge League steigen direkt ins Oberhaus auf.

Neues Gesicht im Oberhaus

Mit dem FC Winterthur ist dieses Jahr der ewige Challenge-Ligist aufgestiegen. Das letzte Mal, als die Eulachstädter im Oberhaus kickten, hiess die Liga noch Nationalliga A. Das war im Jahr 1985. Viele Fans der jetzigen etablierten Super-Ligisten kennen die Winterthurer nur aus dem Cup. Ein Ausflug auf die altehrwürdige Schützenwiese lohnt sich auf jeden Fall – nicht nur für Fussballromantiker. Vor allem die Fans des FCW dürften für viel Stimmung in der neuen Saison sorgen.

Neue Regelung

Den «Fans» des FC Winterthur ist auch die grösste Regeländerung geschuldet. Beim Spitzenspiel der vergangenen Saison zwischen Winterthur und Aarau flog ein Becher aufs Feld und verletzte den Linienrichter am Kopf. Das Spiel wurde zu Ende gespielt, Winterthur gewann und stieg am Ende auf. In der neuen Saison ist dies nicht mehr so. Ein Becherwurf führt automatisch zum Spielabbruch und Forfaitsieg, wenn der Becher einen Offiziellen trifft.

Eine weitere Neuerung ist eigentlich gar keine: Die 5er-Regel beim Wechslen. Bereits in der vergangenen Saison durften die Trainer fünf Mal ein- und auswechseln. Dies ist nun aber kein Test mehr, sondern offizialisiert.

Zweitklassige Refs

Ebenfalls etwas speziell in der neuen Saison wird sein, dass immer wieder Challenge-League-Refs im Oberhaus eingesetzt werden. Dies ist der Ligaerweiterung geschuldet. Da es nächstes Jahr mehr Partien geben wird, braucht es auch mehr Schiedsrichter.

Offensive Abgänge

Wie üblich öffnet in der Sommerpause das Transferfenster und viele Profis folgen dem Ruf des Auslands. So auch in diesem Sommer. Auffällig: Dieses Jahr werden vor allem Tore exportiert. So verlassen mit Jordan Siebatcheu (von YB zu Union Berlin), Assan Ceesay (vom FCZ zu Lecce) und Kwadwo Duah (vom FCSG zu Nürnberg) die drei besten Scorer die Liga. Gemeinsam brachten sie es in der abgelaufenen Saison auf 57 Tore.

Defensive Transfers

Die namhaftesten Zugänge der Liga spielen dafür in der Defensive. So schnappte sich Basel den Ex-Natigoalie Marwin Hitz. Lugano sicherte sich die Dienste des ehemaligen Bayernverteidigers Lars Lukas Mai.

Ebenfalls für Aufsehen sorgten Wechsel innerhalb der Liga. So zog es etwa Ousmane Doumbia ablösefrei vom Meister Zürich ins Tessin zu Lugano. Auch FCSG-Urgestein Boris Babić wechselt in die Sonnenstube. YB schnappte sich mit dem Luzerner Filip Ugrinic einen der begehrtesten Spieler.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 10. Juli 2022 14:05
aktualisiert: 15. Juli 2022 14:22