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Super League

Grosse Enttäuschung, wenig Worte

21. Mai 2021, 23:30 Uhr
Das 1:4 in Zürich und der damit verbundene Abstieg setzen den Protagonisten des FC Vaduz zu. Die Spieler verspüren Leere im Kopf, der Trainer mag nach dem Gang in die Kabine nicht mehr reden.
Benjamin Büchel vermisst den Lohn für den gelebten Team- und Kampfgeist
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

«Mario Frick kommt nicht.» Die Ansage an die Medienschaffenden im Letzigrund ist klar, diskutieren zwecklos. Gegenüber dem Sender «blue» zeigte sich Frick vor seinem stillen Abgang getroffen: «Die Enttäuschung ist riesengross. Wir waren eine Bereicherung für die Liga, sorgten für Spass, gewannen zum ersten Mal in Basel und zum ersten Mal in der Super League dreimal in Folge...»

Den Grund, warum es am Ende nicht reichte, obwohl man die übermächtigen Gegner phasenweise mehr ärgerte, als diesen lieb war, kannte auch Frick: «Entscheidend war, dass wir aus den letzten sechs Spielen nur drei Punkte holten. Dass wir als zweitbeste Mannschaft des Jahres hinter YB vorübergehend nach oben auf die Plätze 7 und 8 geschielt haben, war ein Fehler.»

Für den Captain und Goalie Benjamin Büchel entschieden letztlich «Kleinigkeiten». Er drückte aus, warum Frick trotz Abstieg stolz auf seine Mannschaft war: «Vor der Saison hatten wir bei den Experten wenig Kredit. Aber wir haben gezeigt, dass man mit viel Teamgeist, Wille und Mentalität auch mit wenig Mitteln einiges erreichen kann.»

Die Leere, von der Gabriel Lüchinger berichtete, verspürte auch Frick. Doch der Trainer sprach von einer Momentaufnahme: «In zwei, drei Monaten und nach ein paar Bier sehe ich das Ganze wieder positiv. Dann habe ich erkannt, dass aus einer Enttäuschung etwas Grosses entstehen kann und Vaduz gleich wieder aufsteigen kann.» Seine Worte klangen nicht nach Abschied.

Quelle: sda
veröffentlicht: 21. Mai 2021 23:30
aktualisiert: 21. Mai 2021 23:30