Super League

Lausanne gegen Servette neu wieder im Oberhaus

20. September 2020, 00:40 Uhr
Lausannes Trainer Giorgio Contini bekommt hohen Besuch aus Genf
© KEYSTONE/ANTHONY ANEX
In der damaligen Nationalliga A waren die Duelle zwischen Lausanne und Servette Klassiker. Über sieben Jahre lang hat man das Léman-Derby in der Super League vermisst. Das ist jetzt vorbei.

Das Wiederaufleben des Genfersee-Derbys in der Super League ist das Highlight zum Saisonstart. Gespielt wird am Sonntag um 16 Uhr (noch) auf der Pontaise. Am 29. Mai 2013 spielten Lausanne-Sport und Servette zum bis anhin letzten Mal in der Super League gegeneinander. 9000 Zuschauer kamen auf die Pontaise, Lausanne siegte 3:0. Am Ende jener Saison stieg Servette als Letzter ab. Lausanne wurde Vorletzter und blieb oben. Barragen wurden damals nicht ausgetragen. Ein Jahr später folgten die Waadtländer den Genfern ins Unterhaus - mit nur 24 Punkten aus den 36 Spielen und einem Rückstand von 18 Punkten auf den Zweitletzten (Aarau).

Heute sind Servette und Lausanne-Sport wieder ambitionierte und wirtschaftlich gut abgesicherte Superligisten. Die Servettiens unter Trainer Alain Geiger mischten im Oberhaus bereits in ihrer ersten Saison nach dem Wiederaufstieg in der ersten Ranglistenhälfte mit. Der Lohn war der 4. Platz und die Teilnahme an der Qualifikation für die Europa League. Mit grosser Begeisterung kehren jetzt auch die Waadtländer zurück, auch weil für sie in Bälde eine neue Ära in einem schmucken modernen Stadion beginnt. «La Tuilière» wird das Bijou heissen und ungefähr 12'000 Zuschauern Komfort bieten. Wie ein neues Stadion das Interesse der Fans heben kann, hat man in der Vergangenheit am besten an den Beispielen Wankdorf und St.-Jakob-Park gesehen, später auch mit der Arena in St. Gallen.

Aus jenem Match im Mai 2013 ist heute kein Spieler mehr bei seinem Verein aktiv. Damalige Servettiens wie Vincent Rüfli, Alexandre Pasche, Geoffrey Tréand, Matias Vitkieviez, Xavier Kouassi, Lionel Pizzinat oder Mike Gomes spielen längst bei anderen Vereinen oder überhaupt nicht mehr. Als Letzter aus der damaligen Mannschaft ging vor kurzem Verteidiger Christopher Routis (zu Stade Lausanne-Ouchy). In der Lausanner Mannschaft taten damals unter anderen Sékou Sanogo, Numa Lavanchy, Mickaël Facchinetti, Yannis Tafer und Anthony Favre mit.

Die Super-League-Spiele vom Sonntag im Überblick:

Basel - Vaduz. - Sonntag, 16.00 Uhr. - SR San. - Absenzen: Xhaka, Petretta, Marchand, Zuffi und Isufi (alle verletzt); Lüchinger (gesperrt) und Antoniazzi (verletzt). - Statistik: Unter dem neuen Trainer Ciriaco Sforza nimmt der FC Basel einen weiteren Anlauf, um die gewohnte Vormachtstellung im Schweizer Fussball zurückzugewinnen. Das Heimspiel gegen den überraschenden zweiten Aufsteiger Vaduz ist auf dem Papier die leichteste Aufgabe in der Meisterschaft. Spielen sie so wie in der ersten Halbzeit des Europa-League-Qualifikationsspiels in Osijek, dürften die Basler keine Mühe haben, die budgetierten Punkte einzufahren. Als Vaduz von 2014 bis 2017 in der Super League spielte, holte der FCB aus zwölf Duellen 30 Punkte.

Lausanne-Sport - Servette. - Sonntag, 16.00 Uhr. - SR Tschudi. - Absenzen: Geissmann, Schmidt und Koura (alle verletzt); keine. - Statistik: Endlich, endlich, nach mehr als sieben Jahren, lebt das Léman-Derby in der Super League wieder auf. Bevor schliesslich beide in die Challenge League abstiegen, hatten sich die Sieger in den Derbys abgewechselt. Vor dieser Saison stellt sich die Frage, ob die Waadtländer Mannschaft von Trainer Giorgio Contini auf Anhieb im Oberhaus eine so gute Rolle spielen kann, wie es Servette als Neuling in der vergangenen Saison gelang.

St. Gallen - Sion (2:1, 3:0, 2:1, 2:1). - Sonntag, 16.00 Uhr. - SR Jaccottet. - Absenzen: Gonzalez und Lüchinger (beide verletzt); Bamert, Andersson, Raphael (alle verletzt), Hoarau und Tosetti (beide noch nicht spielberechtigt). - Fraglich; Babic; Doldur. - Statistik: Zum hervorragenden Abschneiden der jungen St. Galler in der letzten Saison trugen die Auftritte gegen den FC Sion einen schönen Teil bei. Die Ostschweizer holten aus den vier Duellen die maximale Punktzahl. Aber jetzt sind die Karten mit personellen Veränderungen beidseits neu gemischt. Im ersten Meisterschaftsspiel unter Cheftrainer Fabio Grosso aus dem italienischen Weltmeister-Team von 2006 werden die Sittener noch ohne die Neuerwerbungen Guillaume Hoarau und Matteo Tosetti auskommen müssen. Sie sind noch nicht qualifiziert.

Quelle: sda
veröffentlicht: 20. September 2020 00:40
aktualisiert: 20. September 2020 00:40