Swiss Football League

Liga verschiebt Saisonstart und fordert Öffnung der Stadien

26. April 2021, 16:42 Uhr
Claudius Schäfer, der CEO der Swiss Football League, kämpft für die Öffnung der Stadien
© KEYSTONE/ANTHONY ANEX
Die Swiss Football League SFL verschiebt den Start zur Saison 2021/22 um eine Woche und stellt eine deutliche Forderung an die Politik: Ab August sollen die Klubs die Stadien wieder auslasten dürfen.

Der Entscheid, den Saisonstart um eine Woche auf den Zeitraum vom 23. bis 25. Juli hinauszuzögern, sei eine Abwägung zwischen sportlichen und wirtschaftlichen Interessen, teilte die SFL mit. Einerseits bräuchten die im Europacup engagierten Teams Spielpraxis, andererseits erhöhe jede Woche die Chance für die Klubs, mehr Fans zulassen zu können. Darauf, wieder vor Publikum zu spielen, seien die Klubs nun dringend angewiesen, schrieb die Liga in einer Mitteilung. «Die Öffnung der Stadien ist aus wirtschaftlicher Sicht überlebensnotwendig», so CEO Claudius Schäfer.

In ihrer Forderung stützt sich die Liga auf das vom Bundesrat vorgestellte 3-Phasen-Modell. Diesem zufolge sollen in der letzten Phase, der Normalisierungsphase, die Kapazitätsbeschränkungen vollständig aufgehoben werden. Die Liga argumentiert mit der wachsenden Zahl der geimpften Personen sowie damit, dass sich das Schutzkonzept bewährt habe und das Ansteckungsrisiko im Freien gemäss Expertenbeurteilung sehr klein sei. Die heutige Kapazitätsbeschränkung auf 100 Zuschauerinnen und Zuschauer erachte man als unverhältnismässig tief.

Durch die Verschiebung des Saisonstarts erhofft sich die SFL «keine oder nur ganz wenige Spiele mit eingeschränkter Zuschauerkapazität». Bei allfälligen Einschränkungen fordert sie prozentuale statt absolute Zahlen als Vorgabe.

Quelle: sda
veröffentlicht: 26. April 2021 16:25
aktualisiert: 26. April 2021 16:42