Super League

Schäfer: «Ein schwarzer Tag für den Schweizer Fussball»

28. Oktober 2020, 18:35 Uhr
Der Swiss Football League mit CEO Claudius Schäfer drohen harte Zeiten
© KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE
Der Beschluss des Bundesrats der Einschränkung bei Sportveranstaltungen auf maximal 50 Zuschauer überrascht SFL-CEO Claudius Schäfer angesichts der jüngsten Entwicklung der Corona-Zahlen nicht.

«Dennoch ist es ein schwarzer Tag für den Schweizer Fussball», betonte Schäfer in einer ersten Reaktion. «Die Massnahmen sind einschneidend, die Schweizer Profiklubs befinden sich in einer ganz schwierigen Lage.»

Bereits jetzt sei die Situation angespannt, weshalb es von existenzieller Bedeutung sei, dass die zinslosen Darlehen ab Dezember fliessen, auf die man sich im September mit der Politik in einem zweiten Schritt einigen konnte, so Schäfer. «Sie sind eine Lösung, die umsetzbar ist. Nur: Wenn wir jetzt über Monate ausgebremst werden, können sie nur ein erster von mehreren Pfeilern sein. Dann müssten weitere Hilfsmassnahmen ins Auge gefasst werden», so Schäfer.

In einer schriftlichen Stellungnahme äusserte die Swiss Football League auch Kritik am neusten Einschnitt: «Nach nur wenigen Fussballspielen mit der höheren Zuschauerkapazität, bei denen keine einzige nachweisbare Covid-19-Ansteckung stattfand, sind die Klubs bereits wieder mit massiven Einschränkungen konfrontiert. Damit spitzt sich die finanzielle Situation der Klubs weiter zu.» Für die Ausarbeitung der Konzepte seien auch finanziell grosse Anstrengungen unternommen worden.

Die Einkünfte der Schweizer Profiklubs stammen zu einem wesentlichen Teil aus Ticketing, Catering und VIP-Kunden. Wie lange man sich mit Spielen ohne Zuschauer über Wasser halten könnte, konnte der Liga-CEO nicht abschätzen. Die Liga teilte mit, alles daran zu setzen, den Spielbetrieb weiterzuführen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 28. Oktober 2020 18:35
aktualisiert: 28. Oktober 2020 18:35