FCL-Präsident

«Schon bei Geisterspielen sind 200 Leute im Stadion»

27. Mai 2020, 20:43 Uhr
Es sieht ganz so aus, als würden die Ränge in der Allmend noch eine ganze Weile leer bleiben.
© Sämi Deubelbeiss
Viele Branchen können heute aufatmen – der Schweizer Spitzenfussball kann es noch nicht. FCL-Präsident Philipp Studhalter zweifelt stark daran, dass es sich finanziell lohnt, für nur 100 Fans ein Schutzkonzept auszuarbeiten.

Mit den neuen Lockerungen erteilt der Bund der Swiss Football League grünes Licht für die Fortsetzung des Meisterschaftsbetriebes. Allerdings gilt für Sportveranstaltungen dieselbe Obergrenze von 300 Menschen wie für alle übrigen Veranstaltungen.

Entsprechend pessimistisch klang FCL-Präsident Philipp Studhalter beim Interview mit PilatusToday. «Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis», meint er zur Ausarbeitung eines allfälligen Schutzkonzeptes. Ausserdem könnten von einem solchen ohnehin nur knapp 100 Fans profitieren. Alleine mit den Mannschaften, Betreuern, Technikern und Medien kämen 200 Menschen zusammen – und das schon nur für Geisterspiele. Bis zur neuen 300er-Grenze bleibe da nicht mehr viel Spielraum.

Dass der Club noch gar kein Schutzkonzept vorbereitet hat, spricht Bände. «Im Moment müssen wir so viel Energie in das Überleben des Clubs investieren, dass wir uns noch nicht genaue Gedanken darüber gemacht haben», so Studhalter.

Definitiver Entscheid fällt am Freitag

Der endgültige Entscheid, ob die Fussball-Saison in der Schweiz fortgesetzt oder abgebrochen wird, fällen die 20 Klubs der SFL an einer ausserordentlichen Generalversammlung am Freitag.

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Quelle: PilatusToday

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 27. Mai 2020 19:47
aktualisiert: 27. Mai 2020 20:43