Trotz Verbot!

Spieler liegen sich nach Toren wieder in den Armen

David Migliazza, 29. September 2020, 12:51 Uhr
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Quelle: SRF

Schon in der zweiten Runde der Fussball Super League fallen sich die Spieler beim Torjubel wieder gegenseitig in die Arme. Bei der Swiss Football League ist man sich dem Verstoss gegen das Schutzkonzept bewusst. Man will Spielern und Klubs aber Zeit geben, um sich an die Massnahmen zu gewöhnen.

Mit dem Schutzkonzept für den Trainings und Spielbetrieb der Saison 2020/21, hat die Swiss Football League (SFL) eine Richtlinie bereitgestellt, in dessen Rahmen sich die individuellen Schutzkonzepte der Super League Klubs befinden müssen. Darin geregelt werden grundsätzliche Hygieneregeln, wie man sich bei Symptomen zu verhalten hat, aber auch der Torjubel. Bereits am zweiten Spieltag kam es nach Toren bei fast allen Begegnungen zu Umarmungen.

SFL gibt den Klubs Angewöhnungszeit

Dieser klaren Verstosse ist man sich bei der SFL bewusst. «Die SFL-Sicherheitskommission arbeitet derzeit an den Fällen», sagt David Barras, stellvertretender Leiter der Kommunikation bei der SFL. Sanktionen für einen Torjubel hat man jedoch noch keine verhängt. «Wir müssen uns an diese neuen Umstände gewöhnen, es braucht Zeit.» Wichtig sei, dass man kooperativ und produktiv mit den Klubs zusammenarbeiten könne und sie ihre Spieler fortlaufend sensibilisieren.

Auch beim FC Luzern will man versuchen, Szenen wie nach dem späten Ausgleich im Spiel gegen den FC Lausanne-Sport – als sich einige FCL-Spieler in den Armen lagen – zu vermeiden. Trotzdem sei man mit der Umsetzung des Schutzkonzepts zufrieden, wie Markus Krienbühl, Medienverantwortlicher des FCL mitteilt. «Die Spieler halten sich sehr gut an die Vorgaben.» So habe man Inspektionen bis jetzt problemlos bestanden.

Bald kein Torjubel mehr?

Ab wann man von Seiten der Swiss Football League härter durchgreifen will, sei noch unklar. «Im Moment versuchen wir jede Situation individuell zu beurteilen. Es gibt sehr viele Punkte, die in Betracht gezogen werden müssen», sagt Barras. Sich beim Torjubel an die Vorschriften der SFL zu halten, könnte sich für die Fussballprofis auch in Zukunft nicht einfacher gestalten. Das Bundesamt für Gesundheit rät jetzt nämlich auch von der «Ghettofaust» und Körperkontakt im Allgemeinen ab. Ob Tore bald nur noch mit zufriedenen Blicken und Kopfnicken gefeiert werden, wird sich zeigen.

Unsere Kreativ-Abteilung hat sich für die Profis ein paar alternative Torjubel ausgedacht

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Quelle: PilatusToday

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 29. September 2020 11:13
aktualisiert: 29. September 2020 12:51