Nach 5 Jahren

Union Berlin und Urs Fischer gehen getrennte Wege

15.11.2023, 11:25 Uhr
· Online seit 15.11.2023, 10:02 Uhr
Nach 14 Spielen ohne Sieg steht fest: Urs Fischer ist nicht mehr Trainer von Union Berlin. Der Zürcher und der Verein beenden die Zusammenarbeit in gegenseitigem Einvernehmen per sofort.
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Urs Fischer war seit 2018 Trainer bei Union Berlin. Er führte den Club von der 2. Bundesliga in die höchste deutsche Liga. Auch in der höchsten Klasse ging der Aufstieg stetig weiter. Rang 11 war es in der ersten Saison, es folgten die Plätze 7, 5 und am Ende der letzten Saison Position 4, die gleichbedeutend war mit der Qualifikation für die Champions League.

Auch die laufende Meisterschaft begann in gleichem Stil. Union Berlin gewann seine erste zwei Partien. Im Berliner Stadtteil Köpenick schien alles seinen gewohnten Gang zu nehmen. Dann aber der abrupte Wechsel. Das Hoch verflachte zusehends – und artete in ein massives Tief aus. In der Bundesliga gab es neun Niederlagen in Folge, Union Berlin stürzte ans Tabellenende ab.

In der Champions League gab es nach drei (auch mit Pech) verlorenen Partien mit einem Unentschieden bei Napoli einen ersten Lichtblick, zu wenig aber offenbar, um Fischer im Amt halten zu können.

Auch Co-Trainer Markus Hoffmann muss gehen. Als Interimstrainer betreut bis auf Weiteres Unions U19-Trainer Marco Grote die Mannschaft.

«Sehr trauriger Moment»

Die Entscheidung sei in einem persönlichen Gespräch zwischen Fischer und Union-Präsident Dirk Zingler getroffen worden, schreibt der Verein in einer Mitteilung. «Für mich persönlich und sicherlich für die gesamte Union-Familie ist das ein sehr trauriger Moment. Es tut weh, dass es uns nicht gelungen ist, den Negativlauf der letzten Wochen zu durchbrechen», so Zingler.

Weiter sagt der Präsident des Berliner Clubs: «Urs Fischer geht als Freund, der jederzeit mit offenen Armen von uns empfangen werden wird.»

Fischer mit emotionalen Abschiedsworten

Urs Fischer widmete sich auf Instagram an die Unioner: «Wir haben alles versucht, die Mannschaft hat viel aufgewendet, hat sich mit eisernem Willen gegen diese Negativspirale gewehrt, leider hat es sich nicht ausbezahlt!»

Weiter schreibt der Zürcher: «Für das Vertrauen und die grenzenlose Unterstützung, die ich in diesen fünfeinhalb Jahren erleben durfte, bin ich sehr dankbar! Ich habe mit Union einen aussergewöhnlichen Verein mit fantastischen Fans kennen und schätzen gelernt.»

Am Schluss seiner Nachricht wird es emotional: «Schlussendlich ein ganz grosses Dankeschön den Fans, ihr seid unglaublich! Es ist ein grosses Glück, diese extrem positive Art der Unterstützung erlebt haben zu dürfen. Ich wünsche Union nur das Beste und bin überzeugt, dass der Klassenerhalt gelingen wird. Denn Union gehört in die 1.Bundesliga!»

Erfolgreicher Trainer und Spieler

Als Trainer stand Fischer in der Schweizer Super League bei über 500 Spielen für den FC Zürich, den FC Thun und den FC Basel an der Seitenlinie. Den FCB führte er zu zwei Meistertiteln und einem Cupsieg.

Auch als Spieler war Urs Fischer erfolgreich, für den FC Zürich absolvierte der 57-Jährige zwischen 1984 bis 1987 und nochmals von 1995 bis 2003 über 300 Ligaspiele und wurde im Jahr 2000 Cupsieger. Für den FC St.Gallen lief Fischer zwischen 1987 und 1995 in 243 Spielen auf. Weniger Erfolg hatte er als Nationalspieler, er kam nur auf vier Aufgebote zwischen den Jahren 1989 bis 1991.

(raw/sda)

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veröffentlicht: 15. November 2023 10:02
aktualisiert: 15. November 2023 11:25
Quelle: BärnToday

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