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Rudern

Heim-Weltcup der Ruderer als wichtige Standortbestimmung

21. Mai 2021, 09:25 Uhr
Der Heim-Weltcup vom Freitag bis Sonntag auf dem Luzerner Rotsee stellt für die Schweizer Olympia-Boote eine wichtige Standortbestimmung im Hinblick auf Tokio dar.
Jeannine Gmelin bestreitet in Luzern ihren letzten Wettkampf vor den Olympischen Spielen in Tokio
© KEYSTONE/URS FLUEELER

Für die Skifferin Jeannine Gmelin ist es sogar das letzte Rennen vor den am 23. Juli beginnenden Olympischen Spielen. Sie verzichtet auf die letzte Weltcup-Regatta in Sabaudia in Süditalien (4. bis 6. Juni), da «Reisen stets mit einem erhöhten Infektionsrisiko verbunden ist. Stattdessen absolviere ich einen langen, ungestörten Trainingsblock.»

An was sie dann noch arbeiten muss, diesbezüglich gibt ihr der Heim-Weltcup ein gutes Feedback, da so ziemlich alles am Start ist, was Rang und Namen hat. Gmelin dürfte auf dem Rotsee zum ersten Mal seit der EM im vergangenen Oktober auf Sanita Puspure treffen. Die 39-jährige Irin war zuletzt das Mass aller Dinge im Skiff, gewann 2018 und 2019 WM-Gold. Auch die Russin Hanna Prachatsen, die im April auf souveräne Art und Weise Europameisterin wurde und die drittklassierte Gmelin um 7,34 Sekunden distanzierte, ist gemeldet - wie auch die britische EM-Zweite Victoria Thornley.

Der Doppelzweier Roman Röösli/Barnabé Delarze, der an der EM eine Medaille als Vierter hauchdünn verpasst hat, misst sich gemäss Meldeliste mit sämtlichen EM-Finalisten. Dazu kommt Weltmeister China. «Der Heimvorteil wird uns sicherlich zusätzlich motivieren», sagte Röösli. Die beiden haben in den letzten zwei Wochen intensiv trainiert, um das Ziel einer Medaille verwirklichen zu können.

Den A-Final der besten sechs Boote strebt der Vierer ohne Steuermann an. Zurück im Boot ist Schlagmann Andrin Gulich, der sich nach der EM, an der Rang 8 herausschaute, einen bakteriellen Infekt einfing und auf den Weltcup in Zagreb Ende April/Anfang Mai verzichten musste. Anstelle von Gulich ruderte ihn Kroatien Scott Bärlocher zusammen mit Joël Schürch, Paul Jacquot und Markus Kessler. Der Vierer ohne ist trotz eines Olympia-Quotenplatzes im Gegensatz zu Gmelin und Röösli/Delarze noch nicht für die Olympischen Spiele selektioniert, das soll sich nach Luzern ändern.

Der Leichtgewichts-Doppelzweier der Frauen mit Frédérique Rol und Patricia Merz, der am vergangenen Sonntag auf dem Rotsee das Olympia-Ticket gelöst hat, erhält eine Pause. Gemeldet sind insgesamt zehn Schweizer Boote in sieben Kategorien.

Quelle: sda
veröffentlicht: 21. Mai 2021 09:25
aktualisiert: 21. Mai 2021 09:25