FCL-Goalie Marius Müller

«Ihr habt einen guten Schiedsrichter in der Schweiz!»

21. Dezember 2020, 08:07 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Es war eine intensive Partie im neuen Stade de la Tuilière in Lausanne. Luzern hatte zuerst einige Mühe, konnte aber in Führung gehen. Nach der Pause drehte Lausanne das Spiel mit einem Doppelschlag und brachte den Sieg erfolgreich ins Trockene.

«Im Endeffekt haben wir die Ecke scheisse verteidigt». Marius Müller fand nach dem vergebenen Sieg in Lausanne deutliche Worte. Dabei liess er sowohl an der eigenen als auch an der Schiedsrichterleistung kein gutes Haar. «Es geht mir tierisch auf den Sack, dass du hier Gelbe kassierst für Reklamationen nach solchen Entscheidungen» und spielt damit auf den Ausgleich nach einem fälschlicherweise gegebenen Eckball an. Auch die Medienschaffenden kommen in Müllers Tirade nicht gut weg. Oben seht ihr das ungeschnittene Video davon.

Lausanne-Sport gegen den FCL: Der Matchbericht

In der Startphase des Spiels präsentierten sich die Gastgeber agiler und kamen bereits in der 5. Minute zur ersten Grosschance durch Turkes. Praktisch im Gegenzug traf Schürpf aus spitzem Winkel mit einem satten Schuss nur den Pfosten. In der 10. Minute gab es eine knifflige Situation im Strafraum der Luzerner: Schulz traf nach einem Eckball Turkes am Schienbein und Schiedsrichter Piccolo entschied sofort auf Penalty für Lausanne.

Nach einigen Diskussionen machte der Unparteiische Gebrauch vom Videoschiedsrichter und nahm den Entscheid wie auch die gelbe Karte gegen Schulz zurück. Eine strittige Entscheidung, bei der sich die Luzerner sicher nicht beklagen konnten. Auch in der Folge waren es vor allem die Westschweizer, die öfter und gefährlicher vor das Luzerner Tor kamen. Trotzdem waren es die Luzerner, welchen in der 35. Minute der leicht schmeichelhafte Führungstreffer durch Schürpf gelang. Am Ursprung stand Schulz, der Diaw im Lausanne-Tor klug und gezielt unter Druck setzte und ihn so zu einem Fehlpass zwang. Mit der Führung im Rücken konnten die Luzerner das Spiel besser kontrollieren und das Resultat ohne wesentliche Probleme in die Pause mitnehmen.

Nach dem Pausentee der Hammer

Nach der Pause kam es dann knüppeldick für den FC Luzern: Zuerst pfiff Schiedsrichter Piccolo in der 52. Minute fälschlicherweise einen Eckball gegen Luzern, den Lausanne kaltblütig zum Ausgleich durch Guessand nutzte und nur fünf Minuten später spielte das Heimteam einen kompromisslosen, schnellen Angriff, den Zekhnini zum 2:1 abschliessen konnte.

Die Luzerner liessen sich dadurch jedoch nicht entmutigen und bereits kurz darauf hatte Schaub mit einer «150-Prozent-Chance» ganz allein den Ausgleich auf dem Fuss. Aber auch Lausanne überzeugte immer wieder mit gefährlichen Aktionen und so entwickelte sich das Spiel zu einem munteren hin und her mit Möglichkeiten auf beiden Seiten und dem besseren Ende für Lausanne, das die Führung über die Zeit retten konnte.

Auch Marvin Schulz äusserte sich zur Niederlage und zur Schiedsrichterleistung

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Quelle: PilatusToday

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 20. Dezember 2020 15:04
aktualisiert: 21. Dezember 2020 08:07