Judo

Leise Enttäuschung für Evelyne Tschopp und Fabienne Kocher

19. November 2020, 18:10 Uhr
Fabienne Kocher (in Weiss) kämpfte vergebens (hier gegen die Ungarin Reka Pupp): Am Ende verpasste sie eine EM-Medaille
© KEYSTONE/EPA/MARTIN DIVISEK
Die Schweizerinnen verpassen an der EM der Judokas in Prag die angestrebte Medaille. In der Klasse bis 52 kg muss sich Fabienne Kocher mit Platz 7 begnügen, Evelyne Tschopp scheidet früh aus.

Nach dem guten Ergebnis beim Saisonauftakt der Judo World Tour vor knapp einem Monat, dem Grand Slam in Budapest (Kocher wurde Zweite, Tschopp kam auf Rang 5), ist das Abschneiden der beiden Olympia-Aspirantinnen als leise Enttäuschung zu werten. Die Baselbieterin Tschopp, die bei Europameisterschaften schon zwei Mal Bronze geholt hat, verlor schon den ersten Kampf gegen die Spanierin Estrella Lopez-Sheriff, die Nummer 36 der Weltrangliste, welche später überraschend Dritte wurde.

Die Zürcher Oberländerin Kocher unterlag im Viertelfinal der späteren Europameisterin Odette Giuffrida aus Italien und verpasste danach in der Repechage mit der Niederlage gegen die Belgierin Charline Van Snick die Chance, doch noch um eine Medaille kämpfen zu können. Im Gegensatz zu Tschopp scheiterte Kocher an zwei Widersacherinnen, welche in der Weltrangliste vor ihr klassiert sind.

Nach der EM wird Kocher im entsprechenden Ranking etwas näher an Tschopp heranrücken. Für eine Olympia-Qualifikation braucht es eine Top-18-Klassierung. Diese Anforderung erfüllen derzeit beide Schweizerinnen. Allerdings ist nur eine Athletin pro Land in Tokio 2021 startberechtigt. Vor der EM war Tschopp in der bereinigten Rangliste als Neunte klassiert, Kocher belegte Platz 17.

Quelle: sda
veröffentlicht: 19. November 2020 18:10
aktualisiert: 19. November 2020 18:10