Weltcup-Start Sölden

Mit Schnee, aber ohne Fans

Philipp Breit, 16. Oktober 2020, 20:15 Uhr
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Quelle: Keystone-SDA

3 … 2 … 1 und los! In Sölden beginnt an diesem Wochenende die neue Weltcup-Saison der Skifahrer. Es ist der Start in eine für alle wohl ziemlich ungewohnte Saison. Corona hinterlässt auch im Skisport seine Spuren und bringt Veränderungen. Nichts geändert, hat sich aber am Schweizer Erfolgshunger.

Der Rettenbachgletschter in Sölden ist bereit. Die FIS hat bereits vergangene Woche vermeldet, dass die Schneebedingungen top seien. Das war auch schon anders in den vergangenen Jahren. Nun steht dem Saisonauftakt der Männer und Frauen aber nichts im Weg. Und doch ist auch in diesem Jahr vieles nicht so wie gewohnt. Denn aufgrund der Corona-Bedingungen wird es keine Fans haben an den Rennen. «Klar wünscht man sich, dass Fans mit dabei sein können. Aber für uns Skifahrer ist das Wichtigste, dass wir überhaupt Rennen fahren können», so der Buochser Marco Odermatt.

Von seiner Knieverletzung aus dem letzten Winter hat er sich gut erholt und fühlt sich top fit. Trotz seinen jungen 23 Jahren gehört Odermatt bereits zu den heissesten Schweizer Eisen im Skiweltcup-Feuer. Doch was traut sich der Buochser selber zu? «Zu den absoluten Favoriten würde ich mich noch nicht zählen. Aber zum erweiterten Favoritenkreis gehöre ich bestimmt». Insbesondere in seiner Paradedisziplin Riesenslalom rechnet sich Marco Odermatt in dieser Saison einiges aus: «Das Wichtigste ist zwei gute Läufe runter zu bringen und nicht nur einen. Wenn mir das gelingt, dann ist viel möglich.»

Odermatt führt in Sölden das 8-köpfige Schweizer Männerteam an. Neben ihm werden auch noch Loic Meillard, Gino Caviezel, Justin Murisier, Cédric Noger, Daniele Sette und Thomas Tumler am Start sein. Gespannt sein darf man sicherlich auch, was Meillard und Caviezel zeigen werden. An guten Tagen sind auch sie immer in der Lage, Top-Leistungen in den Schnee zu zaubern.

Holdener und Gisin bereit

Bei den Frauen ist das Starterfeld leider verletzungsbedingt etwas ausgedünnt. Aline Danioth hat sich in dieser Woche erneut schwer am Knie verletzt. Kreuzbandriss. Schon wieder! Sie erholte sich gerade von einem Kreuzbandriss aus der vergangenen Saison. Planmässig hätte sie in rund einem Monat ihre Rückkehr in den Weltcup gegeben. Daraus wird nun leider nichts. Auch für Wendy Holdener war die Teilnahme lange fraglich. Sie erholte sich von einer Verletzung am Wadenbein. Nun gab sie bekannt: «Ich starte in Sölden.»

Gespannt sein darf man auf die Schweizerinnen auf jeden Fall an diesem Wochenende in Sölden. Michelle Gisin hat in der vergangenen Saison mit teilweise ganz starken Leistungen im Riesenslalom aufhorchen lassen. Der Engelbergerin wird auch in dieser Saison viel zugetraut. «Ich will eigentlich gar keine konkreten Ziele fassen. Ich will einfach schnell Skifahren und das zeigen, was ich kann. Der Rest kommt von alleine», so Gisin. Nach einer etwas verknorzten letzten Saison will auch Lara Gut-Behrami wieder voll angreifen. Neben den beiden Athletinnen sind aus Schweizer Sicht in Sölden auch Corinne Suter, Andrea Ellenberger, Camille Rast und Priska Nufer am Start.

Das Programm in Sölden sieht wie folgt aus:

Samstag, 17. Oktober / Riesenslalom Frauen

1.  Lauf Start 10.00 Uhr

2.  Lauf Start 13.00 Uhr

Sonntag, 18. Oktober / Riesenslalom Männer

1.  Lauf 10.00 Uhr

2.  Lauf 13.00 Uhr

Die Rennen können auf PilatusToday im Liveticker verfolgt werden.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 16. Oktober 2020 20:15
aktualisiert: 16. Oktober 2020 20:15