Schlusspfiff!

Müller: «Es war wichtig, mal wieder die 0 zu halten!»

Alex Schmid, 18. April 2021, 06:11 Uhr
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PiltausToday

Das Spiel im Kybunpark hat wenig zu bieten. Es lebt von der Spannung, dass es ein 6-Punktespiel ist. Die Leuchten machen in der Defensive eigentlich alles richtig, vernachlässigen aber dadurch die Offensive. Das Minimalziel war verlieren verboten. Das hat man erreicht. So endet das Spiel torlos.

Das Spiel beginnt so, wie es zu erwarten war. St. Gallen mit einem hohen und intensiven Pressing. Die Leuchten bekunden zwar Mühe mit ihrem Spielaufbau, lassen aber hinten auch nicht wirklich etwas zu. Die Feldüberlegenheit nützt dem FCSG so nicht viel. Offensiv kommt vom FCL bis auf einen Eckball in der 18. Minute gar nichts. Solange man hinten weiterhin gut steht, ist dies auch zu verkraften. Die erste wirklich gute Möglichkeit bietet sich den St. Galler. Quintillà der mit einem schönen Pass in die Tiefe geschickt wird, taucht plötzlich vor Marius Müller auf. Der Torwart ist aber krallt sich die Kugel. Das war es dann auch schon wieder mit den erwähnenswerten Chancen.

Ohne Abstiegskampf wäre es ein trostloses Spiel

Das taktisch geprägte Spiel neutralisiert sich selbst. Es ist zwar ein Abstiegskampf, doch von „fight“ ist nicht viel zu sehen. In der 37 Minute knallt der Ball dann plötzlich an die Latte der Heimmannschaft. Martin Frydek fasst sich ein Herz und zieht aus rund 30 Metern einfach mal ab. Der Ball wird länger und länger. Bis er schliesslich an die Latte knallt. Auch wenn etwas glücklich zustande gekommen, ist dies die bis anhin beste Chance im Spiel.

Eine Medaille hat immer zwei Seiten

Auch nach dem Seitenwechsel neutralisieren sich die beiden Mannschaften gegenseitig. St. Gallen aber weiterhin mit leichten Vorteilen. Es ist ein gefährliches Unterfangen, dass der FCL hier versucht. Wer so tief steht gewinnt selten einen Blumentopf. Die positive Gegenseite der Medaille ist zwar, dass Luzern die Null hält und nicht viel zulässt. In der 59. Minute wechselt Fabio Celestini dann Pascal Schürpf, Varol Tasar und nach überstandener Knieverletzung Dejan Sorgic ein. Mit ihnen strahlt dann der FCL sofort offensiv wieder mehr Gefahr aus.  Nach 75 Minute braucht es dann Goalie Müller. Thody Youan bring von links gefährlich den Ball zur Mitte. Müller reagiert blitzschnell uhnd wehrt mit dem Fuss den guten Schuss ab. Zwar nur bis zu Adamu doch dieser haut aus 6 Meter deutlich drüber.

FCL-Grosschance zum Lucky Punch am Schluss

Am Schluss steht das Spiel 0:0. Der FCL hätte aber durchaus auch als Gewinner vom Platz gehen können. In der Nachspielzeit kombinieren sich Schürpf und Tasar schön durch den St. Galler Sechzehner. Schlussendlich aber verpasst Tasar den Lucky Punch und vergibt freistehend aus rund 6 Meter. Er scheitert an Zigi und dessen Fussabwehr.

Und so bleibt es beim torlosen Unentschieden. Ein unter dem Strich gerechtes Resultat mit dem beide leben können. Denn die Devise war klar: Verlieren verboten! Und dies gelang beiden. Auch wenn beide Teams im Abstiegskampf nicht wirklich Boden guten machen konnten, so ist der eine Punkt aus mentaler Sicht sicherlich Gold wert.

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Alex Schmid
Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 17. April 2021 20:25
aktualisiert: 18. April 2021 06:11