National League

SC Bern in der Krise

22. Januar 2022, 06:21 Uhr
Fribourg-Gottéron verschärft die Resultatkrise beim SC Bern. Der Leader der National League gewann am Freitagabend zum zweiten Mal in Folge gegen den SCB.
Zeit für ein Time-out: Der SCB-Cheftrainer Johan Lundskog gibt seinen Spielern Anweisungen.
© KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Der SC Bern kann nicht mehr gewinnen und schon gar nicht im Zähringer Derby gegen Fribourg. Das 0:3 war die siebente Niederlage in Serie. Gegen Leader Gottéron verlor der SCB gar zum achten Mal hintereinander, zum fünften Mal in dieser Saison.

Die beiden Teams waren schon am Dienstag aufeinandergetroffen, damals in Freiburg (3:1). Erneut gerieten die Berner in der 2. Minute in Rückstand, das Tor erzielte Verteidiger Benoit Jecker. In der 36. Minute erhöhte Nathan Marchon nach einem Aussetzer von SCB-Verteidiger Mika Henauer auf 2:0.

Im letzten Drittel kontrollierten die Gäste die Partie. Nach dem 3:0 von Daniel Brodin (55.) gab es über den Ausgang des Spiels endgültig keine Zweifel mehr. Fribourgs Keeper Reto Berra feierte dank 26 Paraden seinen fünften Shutout in der laufenden Meisterschaft.

Lausanne siegt wieder einmal gegen Davos

Nach vier Siegen in Serie gegen Lausanne, drei davon in dieser Saison, verlor Davos wieder einmal gegen die Waadtländer. Die Gäste drehten im letzten Drittel mit einem Doppelschlag innert 56 Sekunden ein 2:3 (23.) in ein 4:3 (44.). Die beiden Tore erzielten Jiri Sekac, der schon zum 1:0 (4.) getroffen hatte, sowie Lukas Frick.

Während der LHC im fünften Spiel in diesem Jahr den vierten Sieg feierte, geht die Baisse des HCD weiter. Der sechstplatzierte Rekordmeister kassierte die siebente Niederlage in den letzten neun Spielen und muss aufpassen, nicht noch die direkte Playoff-Qualifikation zu verspielen. Lausanne weist zwar einen Rückstand von neun Punkten auf die Davoser aus, hat jedoch zwei Partien weniger ausgetragen. Genève-Servette liegt bei gleich vielen Spielen sechs Zähler hinter dem HCD.

Langnau verliert zum zehnten Mal in Folge

Auch im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Yves Sarault bleiben die SCL Tigers sieglos. Die Langnauer verlieren zuhause gegen Ambri-Piotta 0:4.

Strukturierter wollten sie auftreten, die Langnauer, defensiv stabiler auch, nach der Entlassung von Jason O’Leary. Attribute, die unter dem Kanadier längst abhandengekommen waren. Und grundsätzlich zeigten sich die Tigers unter SCB-Legende Yves Sarault nach teils desolaten Auftritten auch verbessert. Was fehlte, sind die Resultate. Auch gegen Ambri-Piotta sollte sich das nicht ändern. 0:4 setzten sich die Leventiner am Freitagabend in der Ilfishalle durch und schlossen damit in der Tabelle zum zehntplatzierten SC Bern auf. Für Langnau ist es derweil die zehnte Niederlage in Serie.

Zaccheo Dotti brachte das Team von Luca Cereda nach zehn Minuten in Führung, Steve Moses, der Leihspieler der Rapperswil-Jona Lakers, erhöhte noch vor der ersten Pause nach einem klugen Pass von hinter dem Tor von Peter Regin.

Im Mitteldrittel hatten die Emmentaler zwar deutlich mehr Spielanteile, die Effizienz war ihnen aber nicht hold. Im Gegensatz zu Daniele Grassi, der fünf Minuten vor der zweiten Pause den dritten Treffer für den HCAP erzielte. Dario Bürgler nutzte schliesslich zu Beginn des Schlussabschnitts den zusätzlichen Raum in Überzahl und schoss seinen zehnten Saisontreffer. Die Harmlosigkeit der Langnauer illustriert, dass sie selbst bei einer fünfminütigen Überzahl nach einem Restausschluss gegen Ambris Dominic Zwerger (52.) den zweiten Shutout der Saison von HCAP-Goalie Benjamin Conz nicht verhindern konnten.

14. Niederlage in Serie für Ajoie

Ajoie wartet weiter auf den ersten Punktgewinn seit dem 19. November und dem 3:1 gegen Davos. Die Jurassier kassierten im Heimspiel gegen Titelverteidiger Zug mit 3:6 die 14. Niederlage in Folge.

Zwar ging Ajoie nach 30 Sekunden durch Philip-Michaël Devos in Führung. Diese hielt aber nur 75 Sekunden, dann glich Yannick Zehnder für die Zentralschweizer aus. In der 18. Minute scheiterte Devos am Pfosten. Statt 2:2 hiess es wenig später, nach einem Tor von Fabrice Herzog, 1:3 aus Sicht der Gastgeber. Nach einer guten Phase von Ajoie schoss Lino Martschini, der seinen 29. Geburtstag feierte, das 4:1 (34.).

Im letzten Abschnitt traf dann Devos zum 3:5 (53.) doch noch ein zweites Mal. Zuvor war Carl Klingberg in Unterzahl das 5:2 (48.) gelungen. Der Schwede zeichnete in der 59. Minute auch für den Schlusspunkt verantwortlich. So setzte sich der EVZ, ohne zu überzeugen, auch im fünften Spiel in diesem Jahr durch.

ZSC siegt im Penaltyschiessen

39:36 zu Gunsten der Bieler lautete das Schussverhältnis im Heimspiel gegen die ZSC Lions. Das unterstreicht, wie ausgeglichen die Partie verlief. Von daher entbehrte es nicht einer gewissen Logik, dass das Spiel erst im Penaltyschiessen entschieden wurde. In diesem behielten die Gäste mit 3:2 Toren die Oberhand - nach 18 Penaltys.

Die reguläre Spielzeit hatte 2:2 geendet. Tino Kessler brachte die Bieler in Führung (15.). Nachdem Sven Andrighetto (36.) und Maxim Noreau (45.) die zwischenzeitliche Wende gelungen war, glich Damien Brunner (48.) aus. Die Bieler verloren zum zweiten Mal in Folge im Penaltyschiessen - am Dienstag waren sie in Zug unterlegen. Derweil feierten die Lions den neunten Sieg in den vergangenen zehn Partien.

Quelle: sda
veröffentlicht: 22. Januar 2022 06:21
aktualisiert: 22. Januar 2022 06:21
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