Siegermuni Magnus

ESAF-Organisatoren: «Wir hätten uns Hörner gewünscht»

Noah Zimmermann, 20. Mai 2022, 16:15 Uhr
Der diesjährige Siegermuni des ESAF heisst Magnus und ist in Pratteln aufgewachsen – ohne Hörner. Die Organisatoren hätten sich Hörner gewünscht. Der Entscheid zur Stutzung wurde dann zur Sicherheit der Beteiligen gefällt.
Siegermuni Magnus ist bereit für das ESAF 2022.
© Keystone/GEORGIOS KEFALAS

Knapp 100 Tage vor dem eidgenössischen Schwing- und Älplerfest ESAF im baslerischen Pratteln präsentieren die Organisatoren stolz den Siegermuni. Er heisst Magnus und ist 3,5 Jahre alt. Was auffällt: Der neue Siegermuni hat keine Hörner. Das ist am ESAF keine Neuheit. An den letzten sieben Austragungen des Grossanlasses hatten nur drei Siegermunis Hörner.

Ob der Siegermuni Hörner haben darf oder nicht, habe auch intern zu reden gegeben, sagt Urs Schneider: «Wir Organisatoren hätten uns Hörner gewünscht». Es gehe dabei um die repräsentative Funktion des Stiers. Auch optisch gebe ein Stier mit Horn mehr her, findet Schneider.

Der Entscheid zur Enthornung sei dann im Gespräch mit dem Züchter gefallen. Ausschlaggebend sei laut Schneider das Risiko: «Wenn Magnus entdeckt, wie viel Kraft er hat, könnte es gefährlich werden. Mit Hörnern wäre es noch gefährlicher.» Die Sicherheit auf dem Hof und am ESAF sei dann höher zu gewichten.

Der Gewinner des ESAF 2022 darf den Siegermuni nach Hause nehmen. Wenn er das nicht will, erhält er einen Geldpreis. Dieser sei höher als der eigentliche Wert des Stiers. Es gehe also hauptsächlich um den Prestigewert des Stiers, findet Urs Schneider.

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Quelle: Keystone-SDA

Jahrelange Vorbereitung für einen perfekten Siegermuni

Urs Schneider ist zuständig für die Lebendpreise am ESAF. Der Siegermuni sei der wichtigste Preis am ESAF, entsprechend sorgfältig müsse er ausgewählt werden. Diese Auswahl habe bereits vor fünf Jahren begonnen, erzählt er: «Wir vom OK wollten einen lokalen Muni.» Dafür sei es wichtig gewesen, eine lokale Rasse zu wählen. Als erstes wurde ein Züchter in der Nähe gesucht, der die gewünschte Rasse züchtet. Dann hofften die Organisatoren, dass auf dem Hof im nötigen Zeitfenster ein Stier zur Welt kommen würde.

Der Stier Magnus kam nicht nur zur rechten Zeit auf die Welt, er hatte auch das gewünschte Fellmuster. Über die nächsten Jahre mussten viele Faktoren stimmen, damit Magnus zum perfekten Siegermuni wurde. Nicht auf alle hatte der Züchter Einfluss, so Urs Schneider: «Es ist auch Glück, dass mit Magnus alles geklappt hat».

Neben all dem Glück müsse man aber auch für den Notfall planen, so Urs Schneider. Auf einem anderen Hof wurde ein weiterer Stier grossgezogen, der im Notfall als Ersatzmuni dient.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 20. Mai 2022 16:15
aktualisiert: 20. Mai 2022 16:15
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