Nach überraschendem Rücktritt

Von der Piste ins Klassenzimmer: Wie es mit Juliana Suter weitergeht

· Online seit 20.12.2023, 17:51 Uhr
Am vergangenen Sonntag war sie noch am Weltcuprennen im Einsatz, am Dienstag gab sie überraschend den Rücktritt bekannt. Die 25-jährige Schwyzerin überraschte damit viele Ski-Fans. Jetzt erzählt sie, warum sie diesen Schritt gewagt hat.
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Dass der Super-G von Val d'Isère am vergangenen Sonntag das letzte Rennen von Juliana Suter sein wird, ahnte noch niemand. Sie fuhr auf den 26. Platz und heimste fünf Weltcup-Punkte ein. Am Dienstagabend zieht sie einen Schlussstrich unter ihre Karriere. Mit einem Post auf Instagram gab sie den Rücktritt bekannt. Wie Swissski schreibt, hätte sie kurz vorher ihren Trainer darüber informiert. 

Gedanken waren schon länger präsent

Gegenüber PilatusToday und Tele 1 gibt Juliana Suter bekannt, wie sie zu dem Entscheid kam. So habe sie schon länger überlegt, ob das für sie noch stimmt, oder sie etwas anderes machen möchte. «Diese Gedanken waren schon im letzten Winter da», sagt die im Stoos aufgewachsene Skirennfahrerin.

Da sie beobachten wollte, wie sich die neue Saison entwickle, zog sie das Sommertraining durch. Jetzt nach dem Saisonstart, fasst sie den endgültigen Entscheid, dass es für sie nicht mehr stimmt. Juliana Suter erklärt: «Ich habe nicht mehr dasselbe Feuer wie früher. Aufwand und Ertrag stimmen nicht überein.»

Umfeld reagierte positiv

Ihren Entscheid hätte das Umfeld sehr gut aufgenommen. Dass die Junioren-Weltmeisterin ein Rennen nicht fährt und jetzt den Rücktritt gibt, hätte dem Umfeld die Ernsthaftigkeit vor Augen geführt. «Sie kennen mich und wissen, dass ich keine halben Sachen mache. Ihnen ist vor allem wichtig, dass ich glücklich und zufrieden bin.»

Viele schöne Momente bleiben in Erinnerung

«Die Momente, die ich mit den Ski-Kollegen, den Freunden und der Familie teilen konnte, bleiben mir bestimmt lange in Erinnerung», meint Juliana Suter. Aus sportlicher Sicht würden ihr sicher auch viele Momente bleiben. Der Junioren-Weltmeistertitel, die ersten Weltcuppunkte oder auch das erste Weltcupfinale. «Eigentlich alle Momente, an denen ich es geniessen konnte, Ski zu fahren und es mit den Menschen zu teilen, die ich mag.»

Geht es für die Skirennfahrerin ins Schulzimmer?

«Jetzt habe ich zuerst ein paar ruhigere Tage vor mir», meint die Schwyzerin. Genaue Zukunftsvorstellungen hätte sie noch nicht. Sie nehme es, wie es komme. Im neuen Jahr will sie konkrete Pläne schmieden. Was aber sicher ist: «Ich habe die Ausbildung zur Primarlehrerin abgeschlossen.» Davon dürfte Juliana Suter in Zukunft bestimmt Gebrauch machen.

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veröffentlicht: 20. Dezember 2023 17:51
aktualisiert: 20. Dezember 2023 17:51
Quelle: PilatusToday

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redaktion@pilatustoday.ch