Lachnummer Fazliji

St. Galler macht gegen FCL den Neymar

19. Oktober 2020, 18:14 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Fussball kann man verstehen, muss man aber nicht. Schon gar nicht, wenn es solche Szenen gibt wie beim Sonntagsspiel zwischen dem FC Luzern und St. Gallen. Betim Fazliji bringt sich schon mal in Lauerstellung für die «Goldene Himbeere» und sorgt mit seiner Aktion einfach nur für Kopfschütteln.

Was ist geschehen, dass der St. Galler Fazliji den Spott der Schweizer Fussballwelt auf sich zieht? Es läuft die Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Hinter dem Rücken von Schiedsdrichter Feday San liegt auf einmal Betim Fazliji am Boden. Er windet sich, scheint vor Schmerzen kaum noch atmen zu können. Entsetzt eilen seine St. Galler Mitspieler sofort zur Hilfe und leisten die so dringend benötigte Erste Hilfe.

Nebenan steht der FCL-Spieler Varol Tasar und kann kaum glauben, dass San ihm die gelbe Karte zeigt. Die Wiederholung deckt dann das grausige Schauspiel von Fazliji auf und entlarvt ihn als lächerlicher Schauspieler auf dem Niveau von Neymar zu seinen besten Zeiten als Schwalbenkönig.

Solche Szenen sind einfach nur peinlich und gehören nicht auf den Fussballplatz. Oder wie es Dani Wyler als TV-Kommentator so treffend sagt: «Bitte … wir sind nicht im Kindergarten»!

Lukas Görtler glänzt ebenfalls nicht gerade als Vorbild

Schon früher im Spiel zeichnete sich ein St. Galler nicht gerade als Vorbild für die Jugend aus. In der 19. Minute spuckt Lukas Görtler am Boden sitzend in Richtung Tsiy Ndenge. Sofort rennt Görlter auf Ndenge zu. Entschuldigt sich. Nicht nur bei ihm, sondern auch beim Schiedsrichter, den Spielern und den Fans. Nur, so richtig glauben will man ihm seine Entschuldigung nicht nach Konsultation der TV-Bilder. Denn da sieht man eindeutig, dass Görtler in die Richtung von Ndenge spuckt. Schiedsrichter Feday San erhält vom VAR den Hinweis, sich die Szene noch einmal anzuschauen. Macht er auch und kommt zum Schluss: Keine rote Karte! Glück gehabt, Lukas Görtler. Denn diese Szene könnte auch anders interpretiert werden.

FM1Today hat bei der Swiss Football League nachgefragt, ob es für Görtler ein Nachspiel mit sich ziehen wird. Mediensprecher Philippe Guggisberg: «Gegen Görtler wird kein nachträgliches Verfahren eingeleitet, weil es sich um einen Tatsachenentscheid des Schiedsrichters handelt. Er konnte sich die Bilder anschauen und hat die Szene abschliessend beurteilt.»

Görtler fiel bislang nicht als Rüpel auf. Dürfte ihm wohl in der Beurteilung zugutegekommen sein. Auch, dass er sich sofort entschuldigt hat. «Spucken ist in der momentanen Situation nicht angebracht. Eine Sanktion ist aber im Reglement nur vorgesehen, wenn ein Spieler absichtlich einen Gegenspieler anspuckt. Hätte der Schiedsrichter eine Absicht erkannt, gäbe es gemäss Regelwerk nur eine Option: Die Rote Karte», so Guggisberg weiter.

Auch ohne Rote Karte, Vorbild ist weder Görtler noch Fazliji.

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Quelle: PilatusToday

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 19. Oktober 2020 16:33
aktualisiert: 19. Oktober 2020 18:14