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Wie im echten Fussball

Streit zwischen Fifa und EA: Es geht um verdammt viel Geld

15. Oktober 2021, 15:22 Uhr
EA Sports überlegen sich ihre berühmte Fussballspiel-Reihe “Fifa” unter einem anderen Namen herauszugeben. Nun wird klar, was dahintersteckt. Es geht um jede Menge Geld.
Vielleicht wird Fifa 22 das letzte Spiel der Reihe. (Symbolbild)
© Getty Images

Dass es im modernen Fussball hauptsächlich um viel Geld geht, ist kein Geheimnis. Spitzenvereine wie Manchester City und Paris St. Germain oder zuletzt auch das kleine Newcastle United sind der offensichtliche Beweis dafür. Nun scheint etwas ähnliches auch im virtuellen Fussball zu passieren.

Ein schon länger andauernder Streit zwischen der Fifa und EA Sports (Electronics Arts ) scheint zu eskalieren. Dies ist zumindest einer Vielzahl von Medienmeldungen zu entnehmen, die sich auf die renommierte «New York Times» stützen. Und dabei geht es nicht einfach darum, ob die Schweiz als Nationalmannschaft aus dem Spiel gestrichen wird (PilatusToday berichtete), sondern um verdammt viel Geld. Die Rede ist von über einer Milliarde Dollar für die nächsten vier Jahre.

Zwischen Nutzungsrechten und Machtkampf

Darüber spekuliert wurde schon länger: EA Sports überlegt, die populäre «Fifa»-Fussballspiel-Reihe umzubenennen. Nun ist auch klar wieso. EA hat sich die Nutzungsrechte für alle relevanten Marken-, Vereins- und Spielernamen gesichert – sodass Fans tatsächlich mit ihrem Verein und ihren Stars spielen können. Eine der wichtigsten Lizenzen kommt von der Fifa – und diese Lizenz läuft nächstes Jahr aus.

Obwohl die Verhandlungen seit über zwei Jahren laufen, haben die beiden Parteien noch keine Lösung gefunden. Das grosses Problem scheint das Geld zu sein: Hat die Lizenz EA Sports bisher pro Jahr rund 150 Millionen US-Dollar gekostet, will die Fifa nun anscheinend über das doppelte pro Jahr damit einnehmen. Somit würde sich der Preis für einen WM-Zyklus, also vier Jahre, auf über eine Milliarde Dollar zusammenrechnen. Dies scheint der Spielehersteller aktuell nicht bereit zu zahlen und hat darum die Verhandlungen auf Eis gelegt.

Bereits neue Namensrechte gesichert

Damit baut EA Sports sicherlich auch Druck auf die Fifa auf. Denn der laufende Vertrag – die 150 Millionen Dollar im Jahr – sind auch für die Fifa die mit Abstand grösste Werbevereinbarung mit einem einzelnen Unternehmen, wie «t-online» schreibt.

Das letzte Wort ist in diesem Streit sicherlich noch nicht gesprochen. Und selbst wenn sich die Parteien nicht einigen könnten, würde das beliebte Fussballspiel nicht einfach verschwinden. Denn EA hat sich vor wenigen Tagen bereits neue Namensrechte gesichert und würde dann wohl ohne «Fifa» auskommen müssen.

(kra)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 15. Oktober 2021 22:22
aktualisiert: 15. Oktober 2021 15:22