FC Luzern

Unglückliche und unnötige Niederlage zum Jahresschluss

23. Dezember 2020, 21:34 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Zum Ende dieses turbulenten Fussballjahres 2020 gastierte der zweitplatzierte FC Basel in der einheimischen Swissporarena. Diese Affiche war bereits vor das letzte Spiel 2019 des FCL. Damals resultierte ein 2:1-Sieg gegen den heutigen Gegner.

Mit dem Vorhaben die Niederlage vom letzten Sonntag wettzumachen, starteten die Luzerner eher nervös in die Partie. Nach 30 Sekunden leistete sich Schaub einen fatalen Fehlpass, welcher jedoch von den Baslern nicht ausgenutzt werden konnte. Der FCB hielt die Pace weiter hoch, was zu einer weiteren hochkarätigen Chance durch Kasami in der 3. Minute führte. Der FCL benötigte auch in der 7. Minute viel Glück, als van Wolfswinkel nach einem schnellen Angriff über die rechte Seite das Tor nur knapp verpasste. Im Gegenzug verpasste Schürpf die Luzerner Führung mit einem Direktschuss hauchdünn. Das war der Weckruf für die Einheimischen, welche in der 9. Minute zu einer weiteren guten Chance durch Sorgic kamen.

Luzerner Probleme bei Eckbällen

Nach turbulenten Startminuten flachte das Geschehen ein wenig ab, bis Zhegrova in der 21. Minute Müller zu einer Parade zwang, die zum ersten Eckball für die Gäste führte. Dass dies in den letzten Spielen zu den Problemen des FCL gehörte, war wohl auch dem FCB bekannt. Der getretene Eckball wurde von den Luzernern nur ungenügend geklärt, was Cabral eiskalt zur Führung ausnutzte. Wiederum war das Abwehrverhalten der Einheimischen bei diesem Eckball sehr ungenügend.

Trotz dieses eher unglücklichen Rückstandes steckte der FCL nicht auf. Sorgic zwang Lindner im Tor der Basler in der 27. Minute zu einer Glanztat, was den nächsten Eckball für die «Leuchten» einbrachte. Auch diese Standardsituation konnte nicht wirklich gefährlich genutzt werden. Die Luzerner blieben die aktivere Mannschaft. Vor allem Dejan Sorgic kämpfte und erarbeitete viele Bälle was immer wieder zu gefährlichen Aktionen in der Platzhälfte der Basler führte, aber nicht in zwingende Chancen verarbeitet wurde.

Die Basler tauchten nur noch selten vor dem Tor der Einheimischen auf. In der 36. Minute ermöglichte Sidler mit einem blinden Zuspiel dem FCB eine weitere Möglichkeit. Nach diesem Fehlpass fasste sich Kasami aus rund 25 Meter ein Herz und traf sehenswert in den rechten hohen Winkel zum 2:0. Nach diesem Traumtor brauchten die Luzerner einige Zeit, um wieder zurück ins Spiel zu finden. Kurz vor der Pause kam nochmals Sorgic nach einer schönen Kombination mit Schaub zu einer hervorragenden Möglichkeit, welche aber von einem Basler entscheidend zum Eckball abgelenkt wurde.

Der Pausentee hatte den Einheimischen sichtlich gutgetan. Die Luzerner starteten sehr engagiert und kampfstark in die zweite Halbzeit. Schulz kam bereits nach wenigen Sekunden in eine gute Abschlussposition, zog den Pass aber dem Schuss vor, was sich als falsche Entscheidung herausstellte. Die Luzerner blieben in der Folge die offensivere Equipe. Ein schneller Angriff über die rechte Seite setzte Schaub in der 54. Minute nur knapp neben das Tor. In Fachkreisen wird dies als 100-prozentige Chance taxiert, hatte Schaub doch aus kurzer Distanz das leere Tor verpasst.

Auch Schulz verpasste den mittlerweile verdienten Anschlusstreffer mit einem satten Schuss in der 59. Minute. Den anschliessenden Eckball setzte Schürpf mit dem Kopf nur knapp über die Latte. Wir schreiben die 65. Minute: nach einem Eckball durch Ugrinic kommt es zu unzähligen Möglichkeiten im Strafraum der Basler, welche schlussendlich Pasci Schürpf zum hochverdienten Anschlusstreffer über die Linie drückte.

Luzern mit fulminanter Schlussoffensive

Weiterhin fanden die Basler keinen Zugang zum Spiel. Dies hatte damit zu tun, dass die Einheimischen ungemein Druck ausübten. Sie gaben keinen Ball verloren und kämpften um jeden Meter. Dies führte zu zahlreichen Eckbällen und daraus immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen, wie jener stramme Abschluss von Ugrinic in der 73. Minute. Und dann stand da noch der überragende Linder im Tor der Basler, welcher mit Wahnsinnsparaden die Luzerner zum Verzweifeln brachte.

Dieses Chancenplus ist symbolisch für die starke zweite Halbzeit von Luzern, in welcher nur die Leuchten spielten und die Basler regelrecht in deren Hälfte einschnürten und unzählige Chancen kreierten. Eine weitere dieser hochkarätigen Chancen vergab Schaub in der 82. Minute mit einem sehenswerten Schlenzer. Und auch Frydek, welcher seinen Schuss in der 83. Minute nur knapp am entfernten Pfosten vorbeischrammen sah. Mittlerweile wäre der Ausgleich hoch verdient.

Auch in der Nachspielzeit schaffte es Knezevic auf Pass des eingewechselten Alounga nicht, Lindner zu bezwingen. Und zu guter Letzt war es noch Schürpf, welcher mit der letzten Aktion des Spiels knapp am Ball vorbeischlitterte. So musste der FCL nach einer sehr starken und dominanten zweiten Halbzeit unverdient als Verlierer vom Platz.

Für die Fortsetzung der Saison im Januar 2021 muss der FCL zwingend die Chancenauswertung verbessern und effizienter in den Aktionen im gegnerischen Strafraum werden. Aktuell bleibt der FCL mit 13 Punkten im Keller der Liga sitzen.

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 23. Dezember 2020 18:11
aktualisiert: 23. Dezember 2020 21:34