National League

Zug schlägt Ambri 2:0 und zieht auf und davon

17. Januar 2021, 18:52 Uhr
EV Zug holte in den letzten 18 Partien stets mindestens einen Punkt
© KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Mit vier Partien ging ein Wochenende zu Ende, an dem Bern und Lausanne - die Teams mit den wenigsten Spielen - erneut nicht spielten. Der EV Zug führt die Tabelle schon mit 13 Punkten Vorsprung an.

Die Zuger gewannen das Heimspiel gegen Ambri-Piotta mit 2:0. Der EV Zug punktete seit dem 13. November (0:4-Heimniederlage gegen Servette) in 18 Partien hintereinander, was zuletzt Ambri vor 22 Jahren gelungen war. Zum Ligarekord des HC Lugano aus der Saison 1987/88 fehlen Zug noch fünf weitere Partien ohne Niederlage in 60 Minuten.

Der Vorsprung von 13 Punkten auf die ZSC Lions täuscht indessen, weil Lausanne als aktuell Fünfter noch sechs Partien weniger als Zug bestritten hat. Nach Verlustpunkten liegen die Waadtländer nur drei Zähler hinter Zug zurück. Dennoch: Die 13 und mehr Punkte Vorsprung des EV Zug auf die Konkurrenz bedeuten zu diesem Zeitpunkt der Meisterschaft Rekordvorsprung.

In den weiteren Spielen am Sonntag kamen neben Zug auch Biel (2:1 gegen die Rapperswil-Jona Lakers), Servette (4:1 in Freiburg) und Davos (4:2 in Lugano) zu Siegen.

Servettes fünfter Streich

Der Genève-Servette Hockey Club kam im Verfolgerduell in Freiburg mit 4:1 zum nächsten Sieg. Die Genfer gewannen die letzten fünf Direktbegegnungen gegen Gottéron alle. Und in den ersten zweieinhalb Wochen des neuen Jahres siegte Servette in sechs von sieben Spielen.

Die vielen Sperren machen den Genfern offenbar nichts aus. Gegen die ZSC Lions am Freitag setzte sich Servette ohne sieben Stammspieler durch; am Sonntag in Freiburg fehlten immer noch drei.

Servette agierte in Freiburg am Anfang vorsichtig, erhöhte im zweiten Abschnitt das Tempo und kam innerhalb von acht Minuten durch Daniel Winnik (22.) und Linus Omark (31.) zu den ersten zwei Toren. Dazwischen traf Tyler Moy auch noch den Pfosten.

Mit neu formierten Sturmlinien suchte Gottéron in der zweiten Spielhälfte erfolglos den Umschwung. Immerhin verhinderte Matthias Rossi mit dem einzigen Freiburger Goal den vierten Saison-Shutout von Gauthier Descloux (30 Paraden).

Hollensteins Shutout

Die Erfolgssträhne des EV Zug endete gegen Ambri-Piotta nicht. Die Zuger mühten sich gegen die Leventiner zu einem 2:0-Erfolg. Seit mehr als zwei Monaten und in 18 Spielen haben die Zuger stets mindestens einen Punkt geholt.

Zugs Erfolg über Ambri war primär mit zwei Akteuren verknüpft. Der Amerikaner Nick Shore, vor einer Woche für den zu Edmonton zurückgekehrten Ryan McLeod verpflichtet, erzielte in der 22. Minute sein erstes Tor. Dieses 1:0 reichte Zug bereits zum Sieg. Die Siegsicherung gelang Dario Simion 77 Sekunden vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor.

Shores Goal reichte, weil Luca Hollenstein zu seinem ersten Shutout in dieser Saison kam. Hollenstein wehrte sämtliche 45 Abschlussversuche Ambris ab.

Bei Ambri schied acht Minuten vor Schluss Topskorer Julius Nättinen verletzt aus. Nättinen war nach einem Check von hinten von Claudio Cadonau kopfvoran in die Bande gestürzt.

Biels Zittersieg

Zum ersten Mal diese Saison gewann der EHC Biel drei Partien in Folge. Nach zwei Siegen gegen Langnau (4:0 und 3:1) besiegten die Seeländer auch die Rapperswil-Jona Lakers mit 2:1 knapp.

Insbesondere in der Defensive agiert Biel so gut und erfolgreich wie noch nie in dieser Saison. In den letzten 180 Minuten liess Biel bloss noch zwei Gegentreffer zu. Goalie Joren van Pottelberghe glänzte gegen die Lakers mit 32 Paraden.

Biel siegte dank zwei Powerplay-Toren (aus sechs Chancen). Michael Hügli brachte das Heimteam schon nach 172 Sekunden erstmals in Führung; Toni Rajala gelang in der 54. Minute das 2:1.

Die Lakers hingegen wurden 30 Minuten lang dominiert, drehten danach aber auf. Jeff Tomlinson, der Trainer der Lakers, würfelte ab der 30. Minute im Angriff Roman Cervenka, Kevin Clark und Steve Moses zusammen. Diese Angriffsformation kriegten die Bieler nicht nach Wunsch in Griff. Moses gelang in der 47. Minute auch der 1:1-Ausgleichstreffer.

Telegramme:

Zug - Ambri-Piotta 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)

0 Zuschauer. - SR Tscherrig/Stolc, Cattaneo/Wolf. - Tore: 23. Shore (Bachofner, Schlumpf) 1:0. 59. Simion (Hofmann, Kovar) 2:0 (ins leere Tor). - Strafen: 4mal 2 plus 5 Minuten (Cadonau) plus Spieldauer (Cadonau) gegen Zug, 4mal 2 plus 10 Minuten (Novotny) gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Kovar; Nättinen.

Zug: Hollenstein; Diaz, Geisser; Schlumpf, Stadler; Cadonau, Alatalo; Gross; Simion, Kovar, Hofmann; Klingberg, Albrecht, Zehnder; Martschini, Shore, Bachofner; Leuenberger, Senteler, Thorell; Langenegger.

Ambri-Piotta: Östlund; Fora, Ngoy; Fohrler, Fischer; Hächler, Dotti; Pezzullo; Nättinen, Müller, Zwerger; Flynn, Kostner, Horansky; Dal Pian, Novotny, Neuenschwander; Trisconi, Goi, Grassi; Rohrbach.

Bemerkungen: Zug ohne Thürkauf und Wüthrich (beide verletzt). Ambri-Piotta von 57:48 bis 58:43 ohne Torhüter.

Fribourg-Gottéron - Genève-Servette 1:4 (0:0, 0:2, 1:2)

1 Zuschauer. - SR Hebeisen/Manuel Nikolic, Altmann/Steenstra. - Tore: 22. Winnik (Moy) 0:1. 31. Omark (Karrer, Moy) 0:2. 45. Rossi (Walser) 1:2. 47. Völlmin (Fehr, Jacquemet) 1:3. 59. Omark (Winnik) 1:4 (ins leere Tor). - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 1mal 2 plus 10 Minuten (Berthon) gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Mottet; Omark.

Fribourg-Gottéron: Berra; Sutter, Furrer; Gunderson, Chavaillaz; Kamerzin, Jecker; Aebischer; Stalberg, Desharnais, Mottet; Sprunger, Walser, DiDomenico; Rossi, Bykow, Herren; Jörg, Marchon, Schmid; Bougro.

Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Maurer; Guebey, Völlmin; Smons; Moy, Winnik, Omark; Rod, Richard, Vermin; Fritsche, Fehr, Miranda; Berthon, Kast, Patry; Arnaud Riat.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Abplanalp (verletzt) und Brodin (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Le Coultre, Mercier, Damien Riat (alle gesperrt), Manzato und Smirnovs (beide verletzt). Fribourg-Gottéron von 57:48 bis 58:57 ohne Torhüter.

Biel - Rapperswil-Jona Lakers 2:1 (1:0, 0:0, 1:1)

1 Zuschauer. - SR Fluri/Staudenmann, Schlegel/Burgy. - Tore: 3. Hügli (Hischier, Fuchs/Powerplaytor) 1:0. 47. Moses (Cervenka) 1:1. 54. Rajala (Hügli, Rathgeb/Powerplaytor) 2:1. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Biel, 6mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Moser; Cervenka.

Biel: van Pottelberghe; Fey, Moser; Forster, Rathgeb; Lindbohm, Stampfli; Sartori; Künzle, Pouliot, Rajala; Hischier, Komarek, Fuchs; Kohler, Tanner, Hügli; Schläpfer, Gustafsson, Garessus.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Profico, Jelovac; Vukovic, Egli; Sataric, Maier; Randegger; Lehmann, Rowe, Eggenberger; Clark, Wetter, Cervenka; Wick, Dünner, Moses; Forrer, Rehak, Lhotak; Schweri.

Bemerkungen: Biel ohne Brunner, Cunti, Hofer, Kessler, Kreis, Lüthi und Ulmer (alle verletzt), Rapperswil-Jona Lakers ohne Payr (verletzt). Rapperswil-Jona Lakers ab 58:44 ohne Torhüter.

Rangliste:

Fribourg-Gottéron - Genève-Servette 1:4 (0:0, 0:2, 1:2). Lugano - Davos 2:4 (0:2, 1:1, 1:1). Biel - Rapperswil-Jona Lakers 2:1 (1:0, 0:0, 1:1). Zug - Ambri-Piotta 2:0 (0:0, 1:0, 1:0).

1. Zug 27/63. 2. ZSC Lions 26/50. 3. Fribourg-Gottéron 27/48. 4. Genève-Servette 24/44. 5. Lausanne 21/42. 6. Davos 27/37. 7. Lugano 25/36. 8. Biel 26/36. 9. Ambri-Piotta 28/30. 10. Rapperswil-Jona Lakers 28/29. 11. SCL Tigers 26/22. 12. Bern 19/19.

Quelle: sda
veröffentlicht: 17. Januar 2021 18:55
aktualisiert: 17. Januar 2021 18:52