«Sing meinen Song»

Dank seinem Mitbewohner wechselte Adrian Stern auf Mundart

17. März 2021, 21:29 Uhr
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Quelle: PilatusToday

In der dritten Folge der zweiten Staffel von «Sing meinen Song – Das Schweizer Tauschkonzert» drehte sich alles um Mundartsänger Adrian Stern. Obwohl die Coverversionen seiner Songs Schweizerdeutsch blieben, liessen sich die anderen Künstler wieder kreative Interpretationen einfallen.

Ein Rock-Song von Beatrice Egli, eine EDM-Version von Adrian Sterns Hit «Ha nur welle wüsse» performt von Kunz und ein Musical von Dodo. Man könnte meinen, die «musikalische Familie», wie Beatrice Egli die «Sing meinen Song»-Teilnehmer liebevoll nennt, versucht sich jede Folge zu übertreffen.

Schweizerdeutsch faszinierte Adrian Stern

Im Fokus stand diesmal Adrian Stern, der spannende Einblicke in seine musikalische Entwicklung gab. Geprägt von den zwei Jahren, die er als Kind mit seiner Familie in San Francisco lebte, machte er lange Musik auf Englisch. Zum Umdenken bewegte ihn ein Mitbewohner. Dieser sagte ihm: «Englisch ist wie Sonnenbrillen anziehen, man will einfach cool sein.»

Als er daraufhin anfing, mit Mundart zu experimentieren, faszinierte ihn dies. Doch nicht nur bei der Sprache zeigte sich Adrian Stern in der Vergangenheit flexibel. Im Album «Chum mir singed die Songs wo mir liebed und tanzed mit ihne dur d'Nacht», für dessen langen Namen Adi Stern den ein oder anderen Witz über sich ergehen lassen musste, erforschte er elektronische Musik als Kontrast zum vorhergehenden akkustischen Stil.

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Quelle: TV24 / Pilatus Today

Den Song «Elektrisch» aus dem Album mit zu langem Namen, führt Schlagersängrin Beatrice Egli als Rocknummer auf und legt sogar noch ein paar Kicks und etwas Headbanging oben drauf. «Elektrisch» wäre laut Seven auch ein besserer Albumname gewesen und Adi Stern gesteht ein, manchmal etwas zu viel zu überlegen.

Kunz greift zu Electronic Dance Music

Den ersten grossen Hit von Adrian Stern, «Ha nur welle wüsse», wollten gleich mehrere Covern. Schlussendlich wollte es Kunz am meisten und so wurde ihm diese Ehre zuteil. Die Mundart-Hymne von Adrian Stern verwandelte Kunz in einen EDM-Song. Ta'Shan meint dazu: «Das würde ich mir sogar anhören.»

Sängerin Jaël ist bekennender Fan von Adrian Stern. Ein Song auszuwählen war für sie darum schwierig. In «Zrugg zu mir» geht es darum nach Krisen wieder aufzustehen, etwas mit dem sich Jaël identifizieren kann. Mit Gitarre und ihrer wundervollen Stimme liefert sie, trotz Nervosität, einen gefühlsvollen Auftritt ab.

«Fernweh wird mich immer begleiten»

In «Amerika», seinem grössten Hit, verarbeitete Adrian Stern sein Fernweh, das ihn auch heute noch beschäftigt. Das zeigte sich auch, als der sonst so gelassene und coole Adi Stern bei Sevens Interpretation des Liedes in Tränen ausbricht.

Adrian Stern ist nicht nur Musiker, sondern auch Vater. In «Das wünsch i dir» geht es für ihn um Familie und das Gefühl, wenn man mit seinen Kindern Zeit verbringt. Momente mit anderen zu teilen ist auch für Ta'Shan wichtig: «Alles was wir machen können wir nur geniessen, wenn wir es mit anderen teilen können.» Mit ihrem Cover ist sie am Puls der Zeit, stellt Dodo fest. Für den Auftritt der R&B-Sängerin haben alle viel Lob übrig. Vor allem Kunz freut sich, dass Ta'Shan wieder im Berner Dialekt singt: «Es fühlt sich einfach natürlich an.»

Das Highlight des Abends liefert dann aber Dodo. Der Reggae-Sänger macht mit Unterstützung der Band aus «Lieber Lieder» von Adrian Stern kurzerhand ein Musical. Für diese unglaubliche Leistung bekommt er von Adi Stern den Kaktus des Abends überreicht. Nächsten Mittwoch darf die Bernerin Ta'Shan neben Gastgeber Seven platznehmen.

(mda)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 17. März 2021 23:00
aktualisiert: 17. März 2021 21:29