Neuer Name

Facebook-Konzern heisst neu «Meta» – was dahinter steckt

29. Oktober 2021, 05:46 Uhr
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ändert den Namen seines Konzerns in Meta. Dies gab er am Donnerstagabend bekannt.
Aus Facebook wird Meta: Mark Zuckerberg gibt dem Imperium einen neuen Namen.
© KEYSTONE/AP/Eric Risberg

Seit Tagen geht das Gerücht, dass Facebook künftig anders heissen könnte. Nun hat Gründer Mark Zuckerberg offenbar zumindest den Namen des Konzerns geändert, der künftig «Meta» lauten soll.

Die Namensänderung begründet Facebook-Gründer Mark Zuckerberg damit, dass der Konzern inzwischen viel mehr als eine Social-Media-Firma sei. «Unsere Firmen-DNA ist, Technologien zu entwickeln, die Menschen miteinander verbinden.» Zwar sei Facebook ein ikonischer Social-Media-Brand, sagte Zuckerberg weiter. Der Name schliesse aber inzwischen nicht mehr alles ein, was die Firma tue.

Fokus wird auf Virtual Reality gesetzt

Wie verschiedene Medien berichten, will Zuckerberg den Fokus auf die neue virtuelle Umgebung «Metaverse» lenken, in der er die Zukunft der digitalen Kommunikation – und auch seines Unternehmens – sieht. Zur Unternehmensgruppe gehören unter anderem auch Instagram und WhatsApp.

Im «Metaverse» sollen physische und digitale Welt verschmelzen, dabei setzt Zuckerberg auch auf die virtuelle Realität (VR), bei der die Nutzer mit Spezial-Brillen auf dem Kopf in digitale Welten eintauchen können.

Image-Probleme von Facebook

Das Online-Magazin «The Verge» hatte bereits vergangene Woche berichtet, Facebook wolle sich einen neuen Namen geben. Die Pläne sorgten im Netz umgehend für Spott und Kritik. So wurde Facebook vorgeworfen, mit der Umbenennung von seinen Problemen ablenken zu wollen.

Dem Internetriesen wird bereits seit geraumer Zeit vorgeworfen, nicht ausreichend gegen die Verbreitung von Hassbotschaften und Mobbing auf seinen Plattformen vorzugehen, die Privatsphäre seiner Nutzer zu verletzen, als Lautsprecher für gefährliche Falschinformationen zu dienen und dem Wohlbefinden junger Internetnutzer zu schaden.

Zuletzt sorgten Enthüllungen der Whistleblowerin und früheren Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen für Aufsehen. Haugen wirft ihrem früheren Arbeitgeber vor, eigene Gewinne über die Sicherheit seiner Nutzer und das Gemeinwohl zu stellen. Facebook hat die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen.

Zuckerberg ist sich bewusst, dass Facebook momentan eine schwere Phase durchmacht: «Ich weiss, dass viele finden, es sei nicht der richtige Zeitpunkt, um auf die Zukunft zu fokussieren. Ich will allen versichern, dass wir die aktuellen Probleme nicht aus den Augen verlieren.»

Mark Zuckerbergs ganze Ansprache

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 28. Oktober 2021 20:47
aktualisiert: 29. Oktober 2021 05:46
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