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Liebesgeschichte

Fernbeziehung mit 9100 Kilometer Distanz: «Haben uns zuletzt im Mai gesehen»

Géraldine Bohne, 14. Februar 2021, 16:10 Uhr
Carmen Bantli hat ihren Freund vor einem Jahr bei der Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff kennengelernt. Seither trennen die beiden fast 10'000 Kilometer, er wohnt in Honduras, sie in Chur. Im März gibt es das erste gemeinsame Wiedersehen.

«Das mit dem Vermissen ist schon schwierig», sagt Carmen. Ihren Freund hat die 24-jährige Churerin zuletzt im Mai gesehen, die beiden führen eine Fernbeziehung. «Ich war eigentlich nie so der Typ für Fernbeziehungen.» Jedoch habe es zwischen Carmen und ihrem 29-jährigen Freund Wilmer einfach gepasst. «Wir haben uns verstanden, auch wenn wir die Sprache nicht perfekt konnten.» Die beiden sind seit einem Jahr ein Paar.

Die 24-Jährige lernte ihren Freund auf einem Kreuzfahrschiff kennen. Dort arbeitete sie letztes Jahr von Februar bis Mai. Beide waren auf dem Schiff im Bereich Gastro tätig. Sie bei der Gästebetreuung, er auf dem Deck bei den Liegen. Während mehrerer Crewveranstaltungen lernten sie sich kennen. An einer Party kamen sich die beiden dann näher. «Er hat mich angesprochen und wir haben miteinander getanzt», sagt Carmen. Nach mehreren Dates war dann klar, dass sie zusammengehören.

Sieben Stunden Zeitunterschied

«Im Mai musste ich wegen Corona leider wieder nach Hause. Der Vertrag wäre eigentlich für sechs Monate gewesen.» Seither beschränkt sich der Kontakt von Carmen und Wilmer auf die täglichen Videoanrufe und Textnachrichten via Whatsapp. «Wir schauen schon, dass wir uns nicht anrufen, wenn beim anderen Nacht ist», so die 24-Jährige. Sieben Stunden Zeitunterschied liegen zwischen der Schweiz und Honduras. «Es ist was anderes, als wenn der Freund in Genf wohnen würde.»

Vermissen tun sich beide. «Vor allem in der Winterzeit hätte man gerne jemanden bei sich», so Carmen. Das Paar würde sich in dieser Hinsicht aber gegenseitig aufbauen. «Ich glaube, wir sind stärker als andere Paare.» Beim Thema Vertrauen sind die beiden gelassen. «Wenn man kein Vertrauen hat, ist es keine Liebe», meint die Churerin.

Im März soll es nun zu einem langersehnten Wiedersehen kommen. Carmen wird für einen Monat in seine Heimat reisen. «Ich hoffe, es klappt alles.» Das Treffen haben die beiden spontan geplant, lange wussten sie nicht, wann sie sich wiedersehen. «Das ist schwierig. Wir freuen uns aber umso mehr, wenn wir uns wiedersehen.»

Kennenlernen braucht noch etwas Zeit

Gemeinsame Wohnung, Heirat und Kinder sind beim Paar noch nicht in Planung. Trotzdem könnte sich Carmen vorstellen, eines Tages weg von der Schweiz zu ziehen. «Das war auch schon mein Gedanke bevor ich Wilmer kennengelernt habe.» Bevor die beiden aber weitere Schritte in ihrer Beziehung planen, wollen sie sich noch besser kennenlernen. «Wir kennen uns auch noch nicht so lange und gut, da braucht es noch ein wenig Zeit.» Auch möchte die 24-Jährige ihren Freund noch ihrer Familie und den Eltern vorstellen. Einige hätten Wilmer per Videoanruf aber schon gesehen.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 14. Februar 2021 15:02
aktualisiert: 14. Februar 2021 16:10