Digital Geld verdienen

Instagram startet Testlauf mit Krypto-Kunst NFT

10. Mai 2022, 10:35 Uhr
Eine auserwählte Gruppe von Künstlern und Sammlern aus den USA kann in Kürze ihre digitalen NFT-Kunstwerke auf Instagram präsentieren. Das kündigten Meta-Konzernchef Mark Zuckerberg und Instagram-Chef Adam Mosseri auf Facebook und Twitter an.

Instagram will künftig auf die digitale Kryptotechnik NFT («Non Fungible Token») setzen: Das Soziale Netzwerk, das zum Konzern Meta gehört, testet die NFTs mit einer kleinen Gruppe von Influencern aus den USA.

NFTs, die in der Kunstszene gerade boomen, ermöglichen es, digitale Inhalte mit einem nicht austauschbaren Besitzzertifikat zu versehen. Technisch gesehen handelt es sich bei NFTs um Einträge in einem endlos fortgeschriebenen Digitalregister, der sogenannten Blockchain.

Meta-Chef Mark Zuckerberg sagte in einem Interview, dass sein Unternehmen NFTs auf der Plattform teste und dass «ähnliche Funktionen» bald auch auf Facebook, das ebenfalls zu Meta gehört, verfügbar sein würden. Instagram-Chef Adam Mosseri kündigte an, dass eine kleine Gruppe von US-Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit haben werde, NFTs in ihrem Feed, ihren Stories und in Nachrichten anzuzeigen.

Instagram will von der Community lernen

Die Details der NFTs werden auf ähnliche Weise wie bei Profilen und Produkten mit Hilfe von Schlüsselwörtern («Tags») angezeigt. Klickt man auf das Tag, werden Informationen wie der Name des Erstellers und des Besitzers angezeigt.

Mosseri sagte, der Test werde zunächst in einem begrenzten Umfang ablaufen, damit Instagram von der Community lernen könne. Für das Posten oder Teilen der digitalen Sammelobjekte fallen demnach auf Instagram keine Gebühren an. Im Fokus stehe die Möglichkeit für Kreative, mit NFTs Geld zu verdienen. Man erlaube aber auch Sammlern, ihre Kunstobjekte zur Schau zu stellen.

Im Internet soll Besitz von Gegenständen möglich sein

Befürworter der Blockchain-Technik nehmen mit dem Begriff Web 3.0 in Anspruch, die dritte Generation des Webs geschaffen zu haben. Die erste Generation (Web 1.0) bezeichnet demnach die Ära, als Firmen und Organisationen mit ihren Homepages das Web gefüllt haben.

Web 2.0 ist durch den Aufstieg der Social-Media-Dienste wie Facebook geprägt, in der die Inhalte vor allem von den Nutzern selbst erzeugt werden. Im Web 3.0 sollen die User dann auch digitale Wertgegenstände im Web besitzen.

Twitter setzt bereits auf NFTs

Die NFTs, die künftig auf Instagram präsentiert werden können, bauen technisch auf den Blockchains Ethereum und Polygon auf. Besonders Ethereum steht wegen der hohen Transaktionsgebühren («Gas-Fees») und des enormen Energiebedarfs für die Absicherung der Transaktionen in der Kritik.

Mosseri betonte, die Unterstützung für NFTs auf Instagram könne dazu beitragen, die Technologie einem breiteren Publikum vorzustellen. Im Januar hatte bereits Twitter NFTs auf der Plattform als sechseckige Profilbilder eingeführt.

Kleidung kann dank NFTs vielerorts getragen werden

Experten gehen davon aus, dass die Förderung der NFT-Technik Teil der grösser angelegten Metaverse-Pläne des Konzerns ist. In der virtuellen Parallelwelt von Meta sollen sich Nutzer in Form von digitalen Avataren fortbewegen und miteinander interagieren können.

Dabei soll auch mit digitalen Gütern und Statussymbolen gehandelt werden können. So stellte Zuckerberg in Aussicht, dass die Kleidung, die ein Avatar im Metaverse trage, mit Hilfe der NFT-Technik an verschiedene Orte mitgenommen werden könne.

(mhe/sda)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 10. Mai 2022 10:35
aktualisiert: 10. Mai 2022 10:35
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