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Selbstversuch

«Geisslechlöpfe» – schwieriger als gedacht

Robert Steinegger, 8. November 2020, 15:47 Uhr
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Quelle: PilatusToday

In der Zentralschweiz stimmen die Geisslechlöpfer die Bevölkerung wieder auf die kältere Jahreszeit ein. Jeweils im November sind die «Geisslechlöpfer» draussen zu hören. Unser Reporter Röbi Steinegger hat den Selbstversuch gewagt – gar nicht so einfach, wie sich herausstellte.

Goldau: Das Geisslechlöpfe hat in der Region eine lange Tradition. Für viele ist es der Soundtrack zur Ankündigung der Winterzeit. Los geht es mit dem tätschenden Brauch jeweils Anfang November und die Geisslechlöpfer können es teils kaum erwarten, endlich wieder loszulegen. 
Für Josef Mettler aus Goldau ist es aber viel mehr als einfach nur ein «Chlöpfen»: «Für mich birgt dieser Brauch eine grosse Tradition und natürlich auch einen bestimmter Ehrgeiz, mich am «Priischlöpfe» beweisen zu können.» Wie jedes Jahr hätte am 6. Januar das sogenannte «Priischlöpfe» in Schwyz stattgefunden, in dem sich Jung und Alt duellieren. Leider hat auch da das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch auch ohne Veranstaltung ist es für Josef Anlass genug, mir das «Geisslechlöpfä» beizubringen.

Mut und genug Schwung

Die Geissel in die Hand und los gehts. Wichtig dabei, mit Schwung und Gefühl den richtigen Dreh herauszufinden. Und gleichzeitig vorsichtig sein, die Devise: «Bloss nicht ins Gesicht mit der Geissel.» Was bei Josef wie eine Leichtigkeit aussah, hatte ich total unterschätzt. Trotz allem: Nach drei, vier Versuchen gelang es mir wenigstens einen «Chlöpfer» hinzubekommen. Respekt an diese Tradition!

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 8. November 2020 15:47
aktualisiert: 8. November 2020 15:47