Mundartliteratur

«‹Provenzhauptschtadt› ist nicht der schlechteste Kosename für Luzern»

Chantal Herger, Remo Krapf, 27. Februar 2021, 14:41 Uhr
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Quelle: Pilatus Today

Es ist ein Novum – ein Roman in Luzerner Mundart. Geschrieben hat «Provenzhauptschtadt» der Luzerner Béla Rothenbühler. Wir haben mit ihm über seinen ersten Roman diskutiert.

Der Jungautor Béla Rothenbühler verortet das Geschehen seines Debüts in Luzern: «‹Provenzhauptschtadt› ist nicht der schlechteste Kosename für Luzern, weil damit beide Aspekte dieses Orts mitgemeint und vereint sind: Das Kleine, Provinzielle, aber eben auch das Urbane, Zentrale.»

Zwischen Provinz und Hauptstadt pendelt auch der Protagonist Thomas Müller. Gefangen im Schwalbensommer, der geprägt ist von Lile und Pablic Viuing, verliebt er sich zum dritten Mal in eine Schanti und verknüpft seine Gedanken wie Fäden miteinander.

Bis er sich in einen Wahn verstrickt, der abrupt endet. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.

Dass Béla Rothenbühler sein Debüt auf Mundart schrieb, ist kein Zufall. Für den Jungautor war der Roman «Der Goalie bin ig» von Pedro Lenz ein Initiationsmoment. Mundart habe einen besonderen Sound und erlaubt es, ganz nah an die Figuren heranzukommen, erzählt der 30-Jährige: «Die Figuren werden greifbar, weil sie die gleiche Sprache reden wie wir.»

Wie der gebürtige Reussbühler zum Schreiben kam und warum er in seinem Roman häufig Fussball-Metaphern verwendet, erzählt Béla Rothenbühler im Video oben.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 27. Februar 2021 14:59
aktualisiert: 27. Februar 2021 14:41