Hochsommer

Kampf gegen die Wespenplage: Es muss nicht immer Gift sein

28. Juli 2020, 21:01 Uhr
Werbung

Quelle: tele1

Wegen dem trockenen Frühling konnten sich die Wespen dieses Jahr besonders gut vermehren. Dies spürte man auch bei der Schädlingsbekämpfungsfirma Desinfecta, welche bisher schon doppelt so oft ausrücken musste wie im vergangenen Jahr. Es gäbe allerdings noch andere Möglichkeiten, den nervigen Insekten aus dem Weg zu gehen.

Von oben bis unten in Schutzkleidung eingehüllt sprüht der Schädlingsbekämpfer Christian Schlatter Gift in die Ritze, wo das Wespennest versteckt ist. Ein Tier nach dem anderen fällt zu Boden und verendet jämmerlich.

Nicht immer sei eine solch brutale Massnahme nötig gegen die surrenden Störenfriede, erklärt Schlatter. Man solle Wespen möglichst in Ruhe lassen und darauf achten, ihre Flugbahnen nicht zu durchkreuzen. «Wenn man die Wespen nicht stört, werden sie auch nicht aggressiv», so der Experte. Manchmal genüge es bereits, die Sitzgelegenheiten auf der Terrasse etwas zu verschieben.

Manchmal sei aber eine Schädlingsbekämpfung unabdingbar. Zum Beispiel dann, wenn sich Allergiker in unmittelbarer Nähe befinden. Christian Schlatter hat aber auch schon Fälle erlebt, wo wegen der Flüssigkeit der Wespennester ganze Dächer durchgefault seien. «Das gibt dann enorme Kosten, die keinen Sinn machen», so Schlatter.

Spätestens dann ist eine aktive Schädlingsbekämpfung also vertretbar. «Irgendjemand muss ja der Böse sein.» 

(imü)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 28. Juli 2020 20:39
aktualisiert: 28. Juli 2020 21:01