Arosa Bärenland

Mit 14 Jahren: Bär Napa ist tot

5. November 2020, 08:48 Uhr
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Quelle: CH Media Video Unit

Nachdem sich der Gesundheitszustand von Napa weiter verschlechterte, die Medikamente nicht mehr die erwartete Wirkung zeigten und die Lebensqualität von Napa nicht mehr in zufriedenstellendem Mass gegeben war, wurde Napa heute Mittwochmorgen von seinem schweren Leiden erlöst.

Bei Bär Napa, dem ersten Bewohner vom Arosa Bärenland, wurde im Juni 2020 eine Epilepsie diagnostiziert. Der Bestandstierarzt Wolfgang Zenker, ein erfahrener Wildtierspezialist, begann eine gezielte Behandlung, um weiteren epileptischen Anfällen vorzubeugen. Das gesamte Team vom Arosa Bärenland umsorgte Napa und vorerst zeigte der Bär keine Anfälle mehr. Nach einer kurzen Besserungsphase erlitt er aber wieder vermehrt Zitteranfälle und musste deshalb zwecks besserer Beobachtung im Innengehege bleiben. Eine veterinärmedizinische Untersuchung in Narkose gab keine verlässlichen Hinweise auf die Ursache der Epilepsie.

Ab September erholte sich Napa erfreulich gut. Er teilte die Anlage wieder gemeinsam mit Amelia und Meimo und setzte sich wie vorher gegenüber beiden Artgenossen meistens durch. Am 20. Oktober hatte er wieder einen epileptischen Anfall und die Dosierung der Medikamente wurde unverzüglich erhöht. Die Wirkung war jedoch geringer als zuvor und Napas Wohlbefinden stark eingeschränkt. Die Analyse der verantwortlichen Tierärzt*innen ergab, dass weitere Behandlungen mit geringsten Chancen auf Erfolg beschieden sind und dass Napa offensichtlich leidet. Diese Schlussfolgerung führte die Leitung von Vier Pfoten in enger Absprache mit den Verantwortlichen und Tierpfleger*innen vom Arosa Bärenland schweren Herzens zum Entscheid, Napa im Alter von erst 14 Jahren von seinem Leiden zu erlösen.

«Wir sind alle bestürzt und unendlich traurig über diesen grossen Verlust», sagt Pascal Jenny, Präsident der Stiftung Arosa Bären. «Mit Napa haben wir den ersten Aroser Bär mit grosser Ausstrahlungskraft verloren.»

(pd)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 4. November 2020 09:37
aktualisiert: 5. November 2020 08:48