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Mit diesen alten Spielsachen kannst du fett Kohle machen

17. Oktober 2020, 16:09 Uhr
Pokémon-Karten werden mitunter hoch gehandelt.
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Früher haben wir uns damit die Finger wund gespielt, danach sind sie in einer Kiste auf dem Dachboden verschwunden: Spiel- und Sammelsachen aus unserer Kindheit. Mit etwas Glück könnte sich das Aufbewahren bis heute gelohnt haben.

Einen teuren Neuzugang für seine Pokémon-Kartensammlung gönnte sich kürzlich der Rapper Logic: Für umgerechnet rund 200'000 Franken kaufte er sich die Pokémon-Karte Glurak. Die hast du auch noch irgendwo rumliegen? Glückwunsch, sie könnte sogar etwas wert sein – dazu später mehr.

Nur soviel: Natürlich ist die von Rapper Logic ersteigerte Karte kein dahergelaufenes Glurak. In diesem Artikel geht es aber nicht allein um Nintendos Taschenmonster. Es gibt viel altes Spielzeug, mit dem sich heutzutage Geld verdienen lässt.

Die Chance auf den ganz grossen Gewinn ist zwar gering, doch im kleineren Rahmen gibt der Estrich wohl bei vielen noch einen netten Weihnachtszustupf her.

Panini-Alben

Für vollständige und gut erhaltene Sammelalben vergangener Welt- und Europameisterschaften gibt es bares Geld. Entscheidend sind verschiedene Kriterien: Wie alt ist das Album? Handelt es sich um eine landesspezifische Spezialversion? Wie ist der Zustand?

Solche Alben können für mehrere tausend Franken gehandelt werden. Aber auch gut erhaltene, normale Alben können gut und gerne mal für einen Hunderter den Besitzer wechseln.

Je älter das Panini-Heft, desto höher üblicherweise der Preis. 

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Matchbox-Autos

Seit 1953 gibt es die Spielzeugautos in Zündholzschachtelgrösse, dementsprechend viele sind auch auf dem Markt. Und natürlich ist während dieser fast 70 Jahre auch so manche Spezialversion aufgetaucht, die sich heutzutage – Originalverpackung und Top-Zustand vorausgesetzt – zu einem birrenweichen Preis verkaufen lässt. Will heissen: Fünfstellig.

Natürlich denkt man als 8-Jähriger kaum an eine Kapitalanlage für harte Zeiten, in denen die Welt von einer Pandemie heimgesucht wird. Trotzdem gute Nachrichten: Auch gebrauchte Matchbox-Autos haben einen Wiederverkaufswert. Dieser liegt bei ein paar Franken, aber in der Menge lässt sich damit ein schönes Nötli generieren.

Matchbox-Autos gibt es bereits seit 1953.

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Pokémon-Karten

Zurück zu US-Rapper Logic und seinem Glurak. Bei dieser Meldung dürften bei so manch selbsterklärtem Pokémeister die grauen Zellen heiss gelaufen sein: So eins hatte ich doch auch?

Gut möglich, dass ihr anfangs der 2000er mal jemandem sein Glurak für eine nutzlose Zusammenstellung von 46 Nidorinos und 12 Pummeluffs abgeschwatzt habt. Bevor ihr jetzt den Hefter im Keller raussucht:

Wirklich interessant ist nur das Glurak der ersten Ausgabe, dieses hat keinen Schatten und wird für horrende Preise gehandelt. Der Kauf von Logic dürfte hier aber einen Rekord darstellen. Im Schnitt sind aber ein paar Tausend Franken drin.

Vielleicht habt ihr ja wirklich unwissentlich einen Schatz im Keller. Falls nicht: Eure Pokémonkarten werdet ihr trotzdem für einen netten Batzen los.

Früher vor allem bei Kindern beliebt, heute wohl bei den Kindern von früher. 

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Diddl-Maus

Die bisherigen Spielsachen waren vielleicht etwas jungenlastig. Der Eindruck, dass sich nur damit Geld verdienen lässt, ist aber falsch. Eine (nicht ausschliesslich) bei Mädchen beliebte Sammelfigur war die Diddl-Maus. Beziehungsweise die ganze Ausschlachungspalette der Cartoon-Springmaus aus dem Käsekuchenland:

Kuscheltiere, Stifte, Tassen, Sticker, Magnete, Bettwäsche, Rucksäcke, Kalender, Bücher, Postkarten, Gameboy-Spiele, Sammelfiguren und vor allem: Diddl-Blöcke. Das grossohrige Plüschvieh wurde gemolken bis zum Geht-nicht-mehr.

Heutzutage in der Versenkung (oder der pinken Plüsch-Hölle) verschwunden, erzielen Diddl-Artikel vernünftige Preise bei Sammlern. Nach wie vor sind vollständige (Duft-)Blöcke in gutem Zustand gesucht. Auch für andere Artikel (siehe oben), gerade in Sets, werden anständige Preise gezahlt.

Als Plüschtier geht's ja noch. 

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Lego

Besonders zeitlos zeigen sich die Bauklötze der dänischen Spielzeugfirma Lego. Seit 1932 produziert Lego klotzgewordene Bubenträume aus Kunststoff. Eine Kiste mit einigen Kilo steht wohl noch in fast jedem Einfamilienhaus im Pilatusland.

Und so eine Wühlkiste lässt sich auf gängigen Portalen auch versteigern. Nur schon für Bodenplatten gibt es den einen oder anderen Zehner. Je spezifischer das Ganze wird, umso mehr Geld lässt sich damit machen.

Gerade Star-Wars-Lego sind gesucht. Originalverpackt lassen sich Raumschiffe, wie zum Beispiel der Imperial Star Destroyer, locker vierstellig verkaufen.

Ein imperialer Sternenzerstörer kann hohe Preise erreichen. 

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Furby

Für modische Totalschäden und muskalische Entgleisungen (und umgekehrt) berüchtigt, machten die 90-er Jahre auch vor dem Spielzeug nicht halt. Ein besonders gezeichneter Zeitzeuge der späten 90er ist diese absolut verstörende Mischung aus Maus, Eule und Katze direkt aus der Designer-Hölle: Furby.

Ausgestattet mit Sensoren kann dieser frühe Versuch eines interaktiven Spielzeugs feststellen, ob es gekitzelt, gestreichelt oder ob mit ihm gesprochen wird. Darauf antwortet es dann mit einer erfundenen Sprache und grusligen Bewegungen der Augen und Ohren.

Leider merkt der Furby nicht, wenn er mit Schmackes an die Wand gepfeffert wird. Dafür wurde kein Sensor verbaut. Aber: Dann wären die Furbys auch nicht mehr so viel wert. Für die Albträume der späten Generation Y und der frühen Generation Z zahlen Sammler heute gutes Geld – Originalverpackung und gesuchtes Modell vorausgesetzt.

Einfach nur schrecklich.

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Alte Spielkonsolen

In Kürze erscheint mit der Playstation 5 und der Xbox Series X die nächste Konsolengeneration. Um diese zu finanzieren, lohnt sich allenfalls ein Blick auf deren verstaube Vorgänger im Keller.

Für alte Spielekonsolen und Spiele finden sich immer Abnehmer. Auch hier gibt es Ausreisser nach oben. Solltest du irgendwo ein noch versiegeltes Nintendo Entertainment System (NES) (Veröffentlichung Mitte der 80-er, je nach Weltregion) finden: Glückwunsch, das ist der Jackpot.

In Japan 1983 unter dem Namen Famicom veröffentlicht. 

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Die einst meistverkaufte Spielekonsole der Welt erreicht in einem solchen Zustand teilweise astronomische Preise.

Grundsätzlich lassen sich aber alle Konsolen gewinnbringend an den Mann oder an die Frau bringen. Mit Spielen und Zubehör bekommt man für alte Spielkonsolen teilweise immer noch mehrere hundert Franken.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 14. Oktober 2020 16:22
aktualisiert: 17. Oktober 2020 16:09