Ratgeber

Wer haftet bei Mietschäden?

6. Oktober 2020, 20:55 Uhr
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Quelle: Tele 1

Schimmel im Zimmer, ein Wasserschaden hinter dem Lavabo oder eine kaputte Bodenplatte – Schäden in Mietwohnungen gibt es immer wieder. Doch wer haftet in einem solchen Fall? Der Experte Thomas Oberle klärt auf.

Schimmel in der Wohnung ist ein besonders häufiges Ärgernis. Das schwierige dabei: Man weiss in der Regel nicht, wer oder was der Auslöser war. Der Vermieter wirft dem Mieter vor, nicht richtig gelüftet oder die Wäsche drinnen getrocknet zu haben. Die Mieter wiederum suchen das Problem in der Bausubstanz. «In meiner Schlichtungstätigkeit habe ich festgestellt, dass es oft ein bisschen von beidem ist», so der Jurist des Hauseigentümerverbandes Schweiz.

Der Mieter zahlt bei Eigenverschulden

Auch bei einem Wasserschaden ist es möglich, dass der Mieter gewisse Kosten tragen muss. Ein typisches Beispiel ist ein grosser Blumentopf auf dem Parkett, der beim Giessen nicht immer alles Wasser erwischt. Das Flicken des Parketts muss der Mieter bezahlen, weil er den Schaden selbst verursacht hat.

Wann deckt die Haftpflichtversicherung nicht?

Grundsätzlich deckt die Haftpflichtversicherung alles, was durch unfallartige Ereignisse passiert. Zum Beispiel, wenn eine Weinflasche umgestossen wird und damit der Boden ruiniert ist.

Wenn man aber wissentlich etwas durch die Jahre abnützt, gilt dies als Selbstverschulden. Das beste Beispiel dabei sind Raucherschäden.

Erstes Telefon: Verwaltung

Im Normalfall sollte man bei einem Schaden in der Wohnung immer zuerst die Verwaltung anrufen. Denn wer direkt einen Handwerker anruft, läuft Gefahr, auf den Kosten sitzen zu bleiben. Eine Ausnahme ist beispielsweise ein Rohrbruch, denn dann muss es schnell gehen.

(imü)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 7. Oktober 2020 06:55
aktualisiert: 6. Oktober 2020 20:55