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Schifffahrt

Bundesrat setzt trotz Wetter-Apps weiterhin auf Sturmlichter

12. August 2021, 11:05 Uhr
Die Warnlichter an den Schweizer Seen dürften so schnell nicht verschwinden. Für den Bundesrat bewähren sich die Sturmblinker auch in der Zeit von Wetter-Apps, Smartphones und Internet.
Die Warnleuchten am Rand der Schweizer Seen dürften so bald nicht verschwinden. Der Bundesrat ist von ihrem Nutzen überzeugt - auch in Zeiten von Smartphones und Wetter-Apps. (Archivbild)
© KEYSTONE/CYRIL ZINGARO

«Die Warnlichter auf den Seen haben zwar etwas Schönes, doch braucht es sie noch?», fragte Nationalrat Damien Cottier (FDP/NE) die Landesregierung. Diese Lichter warnen etwa Bootsfahrerinnen und Bootsfahrer vor starkem Wind oder vor Sturm. Cottier bezweifelt, dass die aus seiner Sicht hohen Kosten, die den Kantonen und den Seegemeinden durch den Unterhalt der Systeme entstehen, in der digitalisierten Welt noch gerechtfertigt sind.

Die am Donnerstag veröffentlichte Antwort des Bundesrats ist klar: Sturm- und Starkwindwarnungen am Seeufer sind für die Sicherheit der Seebenutzerinnen und Seebenutzer weiterhin wichtig. Die Sturmwarnungen hätten sich bewährt und dazu beigetragen, gefährliche Situationen zu vermeiden.

Zwar gebe es heute viele Möglichkeiten, die aktuellen meteorologischen Daten via Internet und mit dem Mobiltelefon abzurufen und diese Daten für die Ausflugsplanung zu nutzen, schreibt der Bundesrat. Er weist aber darauf hin, «dass nicht alle Seebenutzerinnen und Seebenutzer ihr Mobiltelefon bei jedem Ausflug mitnehmen können».

Zudem seien Gewitter oft schwer vorherzusehen. In solche Situationen seien die Warnleuchten unverzichtbar. Schliesslich weist der Bundesrat darauf hin, dass die Wartungskosten der Leuchten im Vergleich zu ihrem Nutzen sehr gering seien.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. August 2021 11:05
aktualisiert: 12. August 2021 11:05