Voralpen-Express

Hat ein Kurier aus Ghana die Goldbarren im Zug vergessen?

23. Juni 2020, 16:22 Uhr
Die ganze Welt fragt sich: Wie kann jemand kiloweise Gold im Zug vergessen? Die Westschweizer Tageszeitung «Le Matin» will das Rätsel nun gelöst haben: Der Angestellte eines Bergbauunternehmens aus Ghana soll es im Zug liegen gelassen haben.
Im Oktober 2019 wurden im Voralpen-Express Goldbarren im Wert von 182'000 Franken gefunden. (Symbolbild)
© Keystone
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Seit mehreren Monaten sucht ein ganzer Haufen Goldbarren nach seinem Besitzer. Nun soll ein anonymes Schreiben aufgetaucht sein, das eine plausible Erklärung für den ungewöhnlichen Fund liefert. 

Demnach soll ein Vertreter eines Bergbauunternehmens aus Ghana das Gold im Zug verloren haben. Vermutlich hätte das Gold zur Weiterverarbeitung nach Genf gebracht werden sollen. 

«Er ist eingeschlafen und aus dem Zug geeilt, wobei er das Paket vergessen hat», will die Autorin des Schreibens, eine Waadtländerin, gegenüber «Le Matin» erzählt haben. Der Kurier habe es seinem Vorgesetzten zwar erzählt, der dies jedoch nicht glaubte. Vielmehr sei der Chef von einem Diebstahl ausgegangen.  

Rätsel noch nicht gelöst

Die Luzerner Polizei bestätigte die Meldung von «Le Matin» auf Anfrage von PilatusToday nicht. Man habe zwar ein französisches Schreiben erhalten, habe dieses aber noch nicht analysieren können.

Ob ein Zusammenhang mit der Quelle von «Le Matin» und dem Schreiben bestehe, könne daher ebenfalls noch nicht bestätigt werden. 

Tatsache ist, dass nach wie vor fast täglich Schreiben bei der Polizei eingehen von Leuten, die sich zum teuren Fund äussern oder gar die Besitzer des Goldes sein wollen. Von des Rätsels Lösung könne also noch lange nicht die Rede sein. 

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 23. Juni 2020 16:08
aktualisiert: 23. Juni 2020 16:22