Museen

Vom Stoff zum Kleid - «Material Matters» im Textilmuseum St. Gallen

5. Juni 2020, 12:00 Uhr
Blick in das «Faserkabinett» der Ausstellung «Material Matters - von der Faser zur Mode» im Textilmuseum St. Gallen.
© Textilmuseum St. Gallen
Von der Faser zur Mode: Die Ausstellung «Material Matters» im Textilmuseum St. Gallen widmet sich textilen Rohstoffen, ihrer Gewinnung und Verarbeitung. Kostüme von 1800 bis heute illustrieren die Vielfalt textiler Materialien und ihren Einfluss auf die Mode.

«Material Matters» wird am Samstag eröffnet und dauert bis Februar 2021, wie das Textilmuseum am Freitag informierte. Das seit dem 11. Mai geltende Schutzkonzept wird leicht gelockert - neu dürfen sich 80 Personen gleichzeitig in den Besucherräumen und in der Bibliothek des Museums aufhalten.

«Material Matters» hinterfragt, welchen Einfluss die spezifischen Eigenschaften der Materialien, ihre Verfügbarkeit und die Preise der Rohstoffe auf die Mode nehmen. Auch gesellschaftliche Entwicklungen wie wachsender Wohlstand oder erhöhte Umweltsensibilität sowie textiltechnische Innovationen beeinflussen die Modeindustrie und verändern unsere Kleidungsgewohnheiten.

«Faserkabinett»

Einen wichtigen Bereich innerhalb der Ausstellung bildet das Faserkabinett, das über die Ausstellung hinaus bis Ende 2021 geöffnet bleiben wird. Hier werden die Produktion und Verarbeitung von natürlichen und künstlichen textilen Rohstoffen von der Faser über das Garn bis zum Stoff detailliert beleuchtet.

Interaktive Anwendungen, Mitmach-Stationen und Spiele laden Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen zum Erkunden des vielschichtigen Themas ein. Ein Schwerpunkt liegt auf Fragen zur Umweltverträglichkeit der unterschiedlichen Materialien und Verfahren.

«In Zeiten von Fast Fashion und Billigmode droht das Gespür für den Wert von Textilien abhanden zu kommen», schreibt das Textilmuseum. Dem möchte die Ausstellung «Material Matters» entgegenwirken, indem sie über die aufwändigen und rohstoffintensiven Herstellungsprozesse informiert und den Besucherinnen und Besuchern die Schönheit und Vielfalt textiler Objekte vor Augen führt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 5. Juni 2020 12:00
aktualisiert: 5. Juni 2020 12:00