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Loco Escrito

«Wäre ich in Kolumbien, würde ich ohne zu zögern protestieren!»

7. Mai 2021, 11:58 Uhr
Musiker Loco Escrito macht auf Social Media auf die Situation in Kolumbien aufmerksam. (Archivbild)
© Loco Escrito
Loco Escrito, der Schweizer Music Star mit Wurzeln in Kolumbien, postet aktuell Fotos und Videos von heftigen Demonstrationen und Ausschreitungen auf Instagram. Damit möchte er auf die Situation in Kolumbien aufmerksam machen.

Foto und Videomaterial von heftigen Protesten, ein Video, in dem plötzlich Schüsse fallen, sowie eine Video-Botschaft an alle Schweizer-Südamerikaner. Loco Escrito postet gerade fleissig auf Instagram über die Demonstrationen in Kolumbien.

Loco Escrito stellt sich auf die Seite der Demonstranten und spricht klare Worte. Er schreibt in Spanisch unter seinen Post: «Wenn ich in Kolumbien wäre, würde ich ohne zu zögern protestieren und einen grossen Aufschrei gegen die Korrupten und Mörder meines Heimatlandes machen.»

Weiter schreibt er: «Ich unterstütze und werde weiterhin die Verteidigung der Rechte, der am stärksten gefährdeten Menschen unterstützen.»

In seiner Story wendet sich Loco Escrito an alle Kolumbianer und Südamerikaner, die in der Schweiz leben. Er macht per Video Aufruf auf einen Marsch in Zürich und Genf aufmerksam, der am Samstag 8. Mai stattfinden soll.

Umstrittene Steuerreform

Wegen einer umstrittenen, inzwischen zurückgenommen, Steuerreform der kolumbianischen Regierung, sind seit Mittwoch vergangener Woche Tausende Kolumbianer am Protestieren.

Durch diese Steuerreform wollte die Regierung die grossen Einbussen durch die Corona-Pandemie minimieren.

Bei den Protesten geht es inzwischen um weitaus mehr als der Steuerreform. Die Proteste beinhalten politische und soziale Ziele. Dazu gehören nebst der Steuerreform auch Widerstand gegen eine geplante Gesundheitsreform und der brüchig gewordene Friedensprozess.

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Quelle: Instagram/ @ locoescrito

Das obige Video hat Loco Escrito am Mittwoch auf seiner Instagram-Story geteilt. Es ist mit einem Handy gefilmt. Zu sehen sind ein paar Kolumbianer auf einem Platz, als plötzlich Schüsse zu hören sind und Panik ausbricht.

«Es werden Leute gezielt von der Polizei umgebracht»

Es gibt aktuell mehr als 370 Vermisste im Zusammenhang mit den Protesten in Kolumbien. Mindestens 24 Menschen sind laut der Zeitung «El Tiempo» während der Proteste ums Leben gekommen. Elf unter ihnen demnach durch die Polizei.

In seiner Story erzählt Loco Escrito von den brutalen Zuständen in Kolumbien. «Es werden Leute gezielt von der Polizei umgebracht» behauptet er.

Bild von Loco Escritos Instagram-Story.

© Loco Escrito Instagram

Der Schweizer Musiker ist in Kolumbien geboren und in der Schweiz aufgewachsen. Seine Verbindung zu Kolumbien kommt also nicht von ungefähr.

Sein Post hat bereits rund 1'500 Likes bekommen und die Community reagiert mitfühlend und unterstützend. «Mein grösster Respekt für das Einfühlvermögen», kommentiert zum Beispiel eine Userin auf Spanisch.

Auch Justin Bieber zeigt Mitgefühl

Nicht nur Loco Escrito hat über die sozialen Medien auf die Proteste in Kolumbien aufmerksam gemacht. Auch Justin Bieber postete in seiner Story einen Aufruf dazu. Auf schwarzen Hintergrund schrieb er: «Bitte betet für die Menschen in Kolumbien.»

(bmi)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 7. Mai 2021 11:58
aktualisiert: 7. Mai 2021 11:58