Showdown am 13. Januar

Berset: «Wir brauchen schweizweite Regeln»

6. Januar 2021, 16:16 Uhr
Der Bundesrat hat sich heute zur ersten Sitzung des Jahres getroffen. Die akutelle Situation ist weiter angespannt.
© Keystone
Der Bundesrat hat sich heute zur ersten Sitzung des Jahres getroffen. Die aktuelle Corona-Situation ist weiter angespannt – die Massnahmen sollen deshalb verlängert und verschärft werden. Hier alle Infos in der Übersicht.

Zu Beginn der Bundesratssitzung spricht Berset zuerst über die erfreulichen Nachrichten zum Impfstart. Bereits drei Prozent der Schweizer Bevölkerung sei schon mit Impfstoffen ausgerüstet. Man stehe im internationalen Vergleich gut da. Die besonders gefährdeten Personen könnten bis Ende Winter geimpft sein. Der Impfentscheid bleibt freiwillig.

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Quelle: CH Media Video Unit

Trotzdem sei die Anzahl an Todesfällen immer noch sehr hoch. «Wir müssen davon ausgehen, dass wir am 13. Januar keine guten Neuigkeiten haben werden.»

Berset «Wir brauchen schweizweite Regeln»

Der Bund wolle möglichst transparent über die möglichen neuen Massnahmen kommunizieren, so Berset. Die Ausnahmeregelungen in den Kantonen würden nun gestoppt werden, erklärt Berset. «Wir brauchen schweizweite Regeln.»

Trotz beginnenden Impfungen: «Wir können uns nicht ausruhen!»

Berset betont weiter, dass sich alle Personen mit Symptomen testen lassen sollen. «Wir können uns nicht darauf ausruhen, dass wir jetzt mit den Impfungen begonnen haben. Es ist immer noch wichtig, dass wir uns an die Regeln halten: Abstand, Kontakte reduzieren, und lassen Sie sich testen, wenn Sie Symptome haben. Die Tests sind wichtig und gratis.»

Die aktuelle Entwicklung lasse es nicht zu, dass die Massnahmen gelockert werden können, so  Berset an der Medienkonferenz, sondern sollen bis Ende Februar verlängert werden. Deshalb hat der Bundesrat eine Verlängerung der Massnahmen in die Vernehmlassung mit den Kantonen geschickt.

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Eine dritte Welle ist nicht auszuschliessen

Bundesrat Alain Berset zeigt sich besorgt angesichts der auf hohem Niveau stagnierenden Zahlen der Hospitalisationen. Zudem würden die ansteckenderen Virusvariationen eine zusätzliche Bedrohung darstellen. Eine dritte Welle sei nicht auszuschliessen.

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Wer bezahlt für den Lockdown der Gastrobranche?

Die aktuelle Situation ist eine harte Belastung für verschiedene Branchen. Der Bundesrat sei sich dessen bewusst, man werde deswegen auch über die wirtschaftliche Abfederung diskutieren müssen. Aktuell sei noch nicht klar, wie den Unternehmen geholfen werden soll, aber das werde in den nächsten Wochen besprochen.

Was die Schulen anbelangt, sollen sich die Kantone laut Alain Berset ihre Gedanken machen. Der Bundesrat schlage nicht explizit Schulschliessungen vor, dies sei Sache der Kantone. Aber: Es sei sinnvoll, auch Massnahmen für die obligatorischen Schulen zu treffen. «Die Kantone müssen sich darauf vorbereiten.»

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Sehr wahrscheinlich keine Schliessungen der Skigebiete

Diese Schliessungen der Skigebiete würden mit den Regeln im öffentlichen Verkehr und der landesweiten Schliessung der Restaurationsbetriebe bereits gelten, so Alain Berset. «Man treibt Sport an der frischen Luft. Falls man das Skifahren weiter eingrenzen würde, könnte man sich auch überlegen, was es heisst, im Wald spazieren zu gehen.»

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 6. Januar 2021 16:17
aktualisiert: 6. Januar 2021 16:16