Teil 2 der Serie

Buschauffeur über Beleidigungen: «Manchmal würde ich gerne zurückgeben»

24. Februar 2021, 12:23 Uhr
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Quelle: Pilatus Today

«Worte können verletzen», sagte man uns schon im Kindergarten. Doch was genau lösen Beleidigungen bei denen aus, die ihnen am häufigsten ausgesetzt sind? Und warum beleidigen wir eigentlich? In unserer Video-Serie treffen wir drei Personen, die sich im Alltag viel anhören müssen.

Philipp Mattmann ist Buschauffeur bei der Auto AG Rothenburg und muss sich in seinem Alltag Einiges gefallen lassen. Die Beleidigungen, die er zu hören bekommt, gehen ihm nahe. «Manchmal würde ich gerne zurückgeben und ich hätte eine Antwort auf der Zunge.» Aber es würde nicht viel bringen, ausser noch mehr Ärger. Darum hält sich Mattmann meist zurück.

Es sei eine Reklamier-Gesellschaft geworden. Solche, die an der Front arbeiten wie Mattmann, bekämen dann die Beschimpfungen ab. Vor allem an Tagen, an denen schwere Wetterbedingungen herrschen und viele Leute mit öV unterwegs sind, wird es heikel. Mit Fahrten am Wochenende hat der Buschauffeur hingegen weniger Mühe. Er bringt die Partyleute gerne nach Hause. «Ich schätze das Rambazamba.»

Es seien meist nur wenige Fahrgäste, die beleidigen und aufmüpfig werden, erzählt Mattmann. Der grosse Teil verhalte sich anständig. Und genau dies wünscht sich der Buschauffeur: «Ich wünsche mir von den Fahrgästen grundsätzlich Anstand. Nicht viel mehr als Anstand.»

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 17. Februar 2021 11:33
aktualisiert: 24. Februar 2021 12:23