Erster Heimsieg

Celestini wechselt den Sieg für Luzern ein

3. Dezember 2020, 08:59 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Lange verzweifelten die Luzerner an sehr defensiv stehenden Wallisern. Erst die Einwechslung von Yvan Alounga bring die Erlösung. Mit einem beherzten Dribbling erzwingt er das Eigentor zur Luzerner Führung. Das 2:0 netzte er gleich selbst ein.

Ab der ersten Minute wurde deutlich, welches Team auf Sieg spielte. Die Gäste aus dem Wallis mischten sofort den Beton an. Sion-Trainer Grosso beorderte seine Mannen immer wieder lautstark nach vorne - seine Anweisungen blieben jedoch unerhört. Auffällig war bei Sion nur der nach sechs Minuten eingewechselte Geoffroy Serey Dié durch sein mehrfach rücksichtsloses Einsteigen. Spätestens nach einem groben Tackling an Tasar hätte er die Gelbe Karte verdient.

Die Luzerner ihrerseits setzten immer wieder über ihre rechte Seite Akzente. Besonders spielfreudig zeigte sich dabei Varol Tasar. Der Rechtsaussen setzte sich dabei mehrfach gegen die hüftsteifen Walliser Verteidiger durch. Wirklich für Gefahr sorgen konnten Tasar, Sorgic & Co jedoch nicht.

Wo ist die Lücke im Abwehrbollwerk?

Nach der Pause zeigte sich ein unverändertes Bild. Luzern versuchte – Sion verweigerte – das Spiel zu machen. Durch die Einwechslungen vom 1.98 Meter-Mann Uldrikis versprühte Sion zwar einige Mal ein wenig Gefahr bei Standards, doch von wirklichen Offensivbemühungen war weiterhin nicht viel zu sehen.

Als Spieler wurde Fabio Grosso mit einer starken Defensive Weltmeister. Gegen den FCL gab es mit der Beton-Taktik jedoch nichts zu bejubeln.

© Keystone / Alexandra Wey

Dem FCL fehlte weiterhin die Durchschlagskraft gegen die kräftige Innenverteidigung der Walliser. FCL-Stürmer Dejan Sorgic zeigte sich zwar bemüht, aber mit wenig Abschlussglück. Auch die Abschlüsse von Ugrinic und Schulz brachten dem FCL den lang ersehnten Torerfolg nicht.

Celestini hat ein goldenes Händchen

In der 69. Minute ging es Schlag auf Schlag. Celestini bringt mit N'Diaye und Alounga noch mehr Offensivpower auf den Platz. Keine Zeigerumdrehung später zappelte der Ball dann auch im Netz der Walliser. Sion Verteidiger Jan Bamert musste sich als unfreiwilliger Torschütze feiern lassen. Der soeben eingewechselte Yvan Alouga setzte sich im Sechzehner gegen zwei Walliser durch und spielte den Ball so in den Fünfmeterraum, dass Bamert den Ball nur noch ins eigene Tor ablenken konnte.

Wer nach dem Rückstand eine Reaktion der Walliser erwartete, wurde enttäuscht. Sion blieb weiterhin mehrheitlich in der eigenen Platzhälfte und überliess das Spiel dem FCL. So war es wenig überraschend, dass der FCL in der 81. Minute den Sieg ins Trockene bringen konnte. Sorgic kam im Strafraum frei zum Abschluss. Seinen Schuss konnte Kevin Fickentscher nur nach vorne abwehren, so dass Yvan Alounga aus kurzer Distanz und zwischen zwei Verteidigern hindurch abstauben konnte. Der 18-jährige Neuzugang belohnte seine starke Leistung mit seinem ersten Pflichtspieltreffer im Dress des FCL.

Der Meister kann kommen

Mit dem verdienten 2:0 Sieg holt sich der FCL endlich den ersten Heimsieg. Obwohl die schläfrig wirkenden Gäste das Heimteam nicht wirklich forderten, kann man von einer reifen Leistung der Luzerner sprechen. Bringen die Luzerner am kommenden Sonntag eine ähnliche Leistung auf den Platz, liegen auch gegen Meister YB Punkte drin.

(hto)

Telegramm

Luzern - Sion 2:0 (0:0)SR TschudiTore: 70. Bamert (Eigentor) 1:0. 81. Alounga (Sorgic) 2:0.

Luzern: Müller; Sidler, Lucas, Knezevic, Frydek; Carbonell (69. Alounga), Schulz; Tasar (69. Ndiaye), Schaub (85. Schwegler), Ugrinic; Sorgic.

Sion: Fickentscher; Martic, Bamert (73. Ruiz), Ndoye, Iapichino; Tosetti (60. Khasa), Grgic, Araz; Clemenza (6. Serey Die); Itaitinga (73. Wakatsuki), Karlen (60. Uldrikis).

Bemerkungen: Luzern ohne Schürpf, Ndenge, Grether, Emini, Binous und Burch (alle verletzt). Sion ohne Hoarau, Luan, Kabashi und Andersson (alle verletzt). Clemenza verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 49. Carbonell (Foul), 64. Martic (Foul), 67. Bamert (Foul), 91. Araz (Foul).

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 2. Dezember 2020 22:34
aktualisiert: 3. Dezember 2020 08:59