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EVZ gewinnt 6:1

EVZ-Stürmer Zehnder – «Wir haben unser Spiel durchgezogen»

Tobias Hotz, 25. April 2021, 23:02 Uhr
Dem EVZ gelingt ein hochverdienter 6:1 Sieg im ersten Halbfinale gegen die Rapperswili-Jona Lakers. Nur im Powerplay haben die Zuger noch Luft nach oben. Bleiben die Lakers derart zahm, gibt es eine sehr kurze Serie. Im verkürzten Best-of-5-Modus fehlen dem EVZ nur noch zwei Siege bis zum Finaleinzug.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PilatusToday

Selten war die Ausgangslage vor einer Playoff-Halbfinal-Serie so klar wie vor dem Duell zwischen dem Qualifikationssieger Zug und dem Qualifikationszehnten aus St.Gallen. Haben die Lakers mit dem Einzug in die Halbfinals bereits Vereinsgeschichte geschrieben, sind die zehnten Halbfinals für die Zuger in den letzten 20 Jahren nur ein weiterer Schritt zum lang ersehnten und von allen Seiten erwarteten Titelgewinn.

Vorentscheidung bereits nach zwölf Minuten

Der EVZ brauchte genau vier Minuten und neun Sekunden, um auch auf dem Eis für klare Verhältnisse zu sorgen. In diesen vier Minuten stellten die Zuger die Anzeigetafel von “jede Serie beginnt 0:0” auf “eine Überraschung, wie gegen Lugano, gelingt den Lakers in dieser Serie wohl kaum”.

Es ist die 12. Spielminute in der Rapperswil Head-Coach Jeff Tomlison sein erstes “Time Out” zieht. Ein “Time Out” um die eigene Mannschaft aufzuwecken und vor allem den Zuger Spielfluss zu durchbrechen. Denn in den vier Minuten und neun Sekunden zuvor trafen Zehnder, Abdelkader und Martschini zur deutlichen Zuger Führung. Bei allen drei Treffern liessen die spielerisch unterlegenen St. Galler dem Zuger Tempohockey zu viel Platz.

Zug mit Nachlässigkeiten – Führung trotzdem ausgebaut

Ausbaufähig bleibt weiterhin das Zuger Powerplay. Den Zuger gelang es im Überzahlspiel selten sich im Drittel der Lakers zu installieren. Die Lakers tauchten in Unterzahl sogar zum ersten Mal gefährlich vor Leonardo Genoni auf. Zu Beginn des zweiten Drittels hatten die Zuger viel Zeit ihr Überzahlspiel zu verbessern und den Sack endgültig zu zumachen. Der EVZ wird zwar gefährlicher, doch kann er selbst 30 Sekunden Doppelte-Überzahl nicht für einen Torerfolg nutzen.

Es schien, als ob die erfolgreichen Unterzahlsituationen den Lakers nochmals Mut gaben. Die St.Galler fanden zu Beginn plötzlich besser ins Spiel, während der EVZ etwas passiv wurde. Die Lakers belohnten sich in der 31. Spielminute für ihr Aufbäumen mit dem Treffer zum 1:3 aus Sicht der Gäste durch Kevin Clark. Danach waren die Lakers einige Male nahe am Anschlusstreffer. Ein weiter Pass aus dem eigenen Drittel auf Zugs Carl Klingberg, eine schnelle Drehung und ein satter Schuss in den Winkel bedeuteten die definitive Entscheidung in diesem ersten Halbfinalspiel. Ein Musterbeispiel für das Zuger Angriffsspiel und Zugs individuelle Klasse. Nur 21 Sekunden später begrub Jan Kovar die Hoffnungen der Lakers endgültig.

Die Partie hätte nach dem fünften Zuger Treffer eigentlich abgepfiffen werden können. In den restlichen 25. Minuten war es für ein Playoff-Halbfinal relativ ruhig auf dem Eis. Ein intensives Trainingsspiel, in dem man sich nicht weh tat und Energie für die zweite Partie am Mittwoch sparte. Justin Abdelkader gelang dabei noch der zweite persönliche Treffer zum 6:1 Schlussstand der sehr einseitigen Partie.

Bereits am Dienstag kommt es zum zweiten Aufeinandertreffen. PilatusToday ist wieder live vor Ort.

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 25. April 2021 19:45
aktualisiert: 25. April 2021 23:02