Trotz Tropennacht

Gersauer Bevölkerung kam mit der Hitze gut klar

20. Juni 2022, 18:07 Uhr
In Gersau im Kanton Schwyz wurde es in der Nacht auf Montag besonders heiss. Die Rede ist von einer rekordverdächtigen Tropennacht. Fast 29 Grad wurden gestern Nacht gemessen. Grund für die Hitze war auch der Vierwaldstättersee.
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Quelle: PilatusToday/Andreas Wolf

Wer in seinem Schlafzimmer keine Klimaanlage oder einen Ventilator besitzt, musste in den letzten Nächten ordentlich schwitzen. Die Schweiz hatte am Wochenende eine aussergewöhnliche Hitzewelle erlebt. Mehrere lokale und nationale Temperaturrekorde wurden geknackt. So war es am Sonntag in Beznau AG so warm gewesen wie seit 75 Jahren im Juni nicht mehr. Wie im Juni 1947 in Basel stieg auch in Beznau das Thermometer tagsüber auf 36,9 Grad. In der Nacht hingegen wurden die Rekordwerte in der Zentralschweiz gemessen. So blieb das Thermometer im schwyzerischen Gersau um Mitternacht bei 28,6 Grad stehen – eine rekordverdächtige Tropennacht. Doch weshalb?

Mikroklima führte in Gersau zu Tropennacht

Die Lage der Gemeinde sei der Hauptgrund, warum die Bewohnerinnen und Bewohner schwitzen mussten, erklärte der Experte. Weil das Dorf Gersau am Fusse der Rigi liegt und direkt am Vierwaldstättersee, habe sich die Hitze gestaut, erklärt Meteorologe, Reto Vögeli. Ebenfalls stehe die Wetterstation nicht am tiefsten Punkt, sondern oberhalb von Gersau. Weil die Hitze vom See her steigt, sei es da automatisch ein paar Grad wärmer.

Die Bewohnerinnen und Bewohner von Gersau spürten die Wärme zwar, wussten sich aber gut zu helfen: «Ich habe am Tag mehr unter der Hitze gelitten als in der Nacht», erzählt eine Gersauerin. Andere Gersauer wussten sich mit einem Ventilator zu helfen.

Mehr dazu im Video oben.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 20. Juni 2022 18:04
aktualisiert: 20. Juni 2022 18:07
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