Hochzeit

Mit dieser Frau brennen Brautpaare durch

Krisztina Scherrer, 13. September 2020, 07:15 Uhr
Jeannine Merki führt ihr Unternehmen seit zwei Jahren.
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Jeannine Merki (27) hat sich mit ihrem Start-Up «Elope in Switzerland» einen Traum erfüllt. Sie organisiert Hochzeiten im intimen Rahmen, an aussergewöhnlichen Orten in der Schweiz.

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Quelle: Krisztina Scherrer/FM1Today

Es ist Freitagmorgen, Jeannine steht am Klöntalersee. Die Umgebung ist ein Insta-Hot-Spot sondergleichen. «Der See ist wunderschön aber auch sehr mainstream und gehyped – es hat immer sehr viele Leute hier», sagt sie. Für ein «Elopement», wie Jeannine den Hochzeiten sagt, die sie organisiert, sei der Klöntalersee nicht geeignet. «Elopement» kommt aus dem Englischen und bedeutet «Durchbrennen» – die Hochzeitsplanerin hilft ihren Brautpaaren dabei.

Der Klöntalersee liegt im Kanton Glarus.

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«Ich war immer fasziniert von Hochzeiten»

Jeannine ist 27 Jahre alt, kommt ursprünglich aus Sevelen und lebt in Zürich. Vor rund zwei Jahren hat sie sich den Traum vom eigenen Unternehmen erfüllt und ist nun «Weddingplanerin». Sie sitzt auf einem Stein am Ufer des Klöntalersees und erzählt von ihrem Herzensprojekt: «Ich war immer fasziniert von Hochzeiten – das sind schöne und positive Events im Leben zweier Menschen.»

Für die Hochzeiten sucht Jeannine immer ganz spezielle und aussergewöhnliche Orte. Das letzte «Elopement» hat im Berner Oberland stattgefunden:

Das Brautpaar steht im Fokus

«Ich verbringe Wochen in den Bergregionen oder Städten», sagt sie. Und tatsächlich, scrollt man durch ihren Instagram-Account, sieht man sofort: Keine Location gleicht der anderen. Keine Hochzeit gleicht der anderen. Das Brautpaar steht im Fokus. Das gefällt wohl auch einigen Verliebten: «Vor einem Jahr hatte ich plötzlich so viele Anfragen, dass ich schon 17 Hochzeiten organisieren durfte.»

Privatsphäre ist Jeannines Kunden wichtig. Deshalb ist sie während der ganzen Hochzeitsplanung die einzige Ansprechperson des Brautpaares und am grossen Tag mit dabei. «An den Hochzeiten selber nehme ich höchstens eins bis zwei Helferinnen oder Helfer mit. Wir achten sehr darauf, dass wir uns nur im Hintergrund bewegen.» Es sei spannend zu sehen, wie wichtig das den Pärchen ist: «Ich wurde auch schon gefragt ob ich die Hochzeitsrede halte, damit nicht eine weitere, fremde Person an der Trauung dabei ist.»

«Immer mehr Leute haben Interesse an ‹Elopements›»

«Der grösste Lohn für mich ist, wenn die Paare am Abend nach der Hochzeit zu mir kommen und sagen: ‹Hey, das war der schönste Tag in unserem Leben.› Das gibt mir eine unglaubliche Freude und motiviert mich extrem.» Mit dieser Motivation möchte sie weiteren Paaren eine unvergessliche Hochzeit ermöglichen: «Immer mehr Leute haben Interesse an ‹Elopements› und wollen diese Art von Heirat kennenlernen. Unter anderem, weil es eine gute Möglichkeit ist und war, während der Corona-Krise zu heiraten.»

Jeannine Merki
© FM1Today/Krisztina Scherrer

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 6. September 2020 12:30
aktualisiert: 13. September 2020 07:15