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Leben retten

Organspende soll zur Normalität werden

6. Mai 2021, 11:33 Uhr
Momentan warten schweizweit 1'500 Menschen auf ein Organ. Ein Teil davon wird jedoch vergeblich warten. Jährlich sterben bis zu 100 Menschen, weil es zu wenig Spender*innen gibt. Nun hat der Nationalrat einem Paradigmenwechsel zugestimmt, um dieser Situation entgegenzuwirken.
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Quelle: Tele 1

Einer, der sich für die Organspende einsetzt, ist der Zürcher SP-Nationalrat Angelo Barrile. «Wenn man dem Tod in die Augen sieht, sagt man, am Ende ist jedes Leben da, um Leben zu erhalten. Zuerst mein Eigenes, dann das Leben anderer.» Laut einer Umfrage wäre eine Mehrheit der Menschheit dazu bereit, Organe zu spenden. Nur äussern diese selten ihren Willen, weshalb die Angehörigen entscheiden müssen. Und diese sagen oftmals nein.

Dies will die Organspende-Initiative ändern. Wer nicht will, dass seine Organe nach dem Tod gespendet werden, muss das in Zukunft ausdrücklich sagen. So wird jede und jeder automatisch zu einem potenziellen Organspender. Es sei denn, man sagt zu Lebzeiten ausdrücklich Nein dazu.

Der Nationalrat hat dieser Praxisänderung heute Mittwoch zugestimmt. Gleichzeitig unterstützt er auch den Gegenvorschlag des Bundesrats. Dieser beinhaltet eine Widerspruchslösung mit einem Vetorecht für die Angehörigen. Das Geschäft geht nun in den Ständerat.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 6. Mai 2021 11:32
aktualisiert: 6. Mai 2021 11:33