Tötungsdelikt

Vater vergiftete und erstickte mutmasslich drei Kinder in Buchs AG

5. November 2020, 10:39 Uhr
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Quelle: CH Media Video Unit / Tele M1

Drei der vier Toten beim Tötungsdelikt von Buchs AG sind mutmasslich mit Medikamenten vergiftet worden. Ein Todesopfer wurde laut der Aargauer Oberstaatsanwaltschaft mutmasslich erstickt. Ein Familienvater hatte seine drei Kinder und sich selbst getötet.

Die Opfer, die am Montag von der Ehefrau des 37-Jährigen gefunden wurden, seien obduziert worden, teilte die Oberstaatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Mit welcher Substanz sie vergiftet worden seien, sei derzeit unklar, denn die toxikologischen Befunde stünden noch aus.

Die Untersuchungsbehörden würden davon ausgehen, dass die Tat nicht im Affekt begangen worden sei. Es habe jedoch im Vorfeld im Umfeld des 37-Jährigen keine Hinweise gegeben, die auf die Tat hätten schliessen können.

Das ist passiert

Die drei Kinder waren drei, elf und 13 Jahre alt, wie die Kantonspolizei Aargau mitteilte. Beim Tatverdächtigen handle es sich um den 37-jährigen Familienvater. Die Polizei machte keine Angaben zur Tötungsart und zu den Hintergründen der Tat.

Die Kantonspolizei war am Montagmorgen um 07.15 Uhr von einer Drittperson darüber informiert worden, dass in einem Einfamilienhaus vier tote Personen aufgefunden worden seien. Die Polizei ging früh davon aus, dass sich der Tatverdächtige unter den Toten befand.

Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau eröffnete eine Strafuntersuchung. Die Kantonspolizei sicherte die Tatspuren und nahm Ermittlungen auf. Das Einfamilienhaus liegt in einem beschaulichen Wohnquartier in der Nähe des Bahnhofs von Buchs, einer Nachbargemeinde von Aarau.

Ein ähnliches Tötungsdelikt hatte es im Kanton Aargau im Februar 2018 gegeben. Ein 77-jähriger Schweizer tötete in Spreitenbach seine 55-jährige Ehefrau und deren vierjährigen Enkel. Der Täter verübte Suizid.

Quelle: sda
veröffentlicht: 2. November 2020 14:00
aktualisiert: 5. November 2020 10:39