+41: Flucht ins Glück

Vom Flüchtling zum Chefarzt: «Ich erwischte den letzten Flieger»

29. September 2020, 19:27 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Als Omer Dzemali seine Heimatregion wegen des Bosnien-Krieges verlassen musste, erwischte er gerade noch den letzten Flieger aus dem Kriegsgebiet. Danach hat sich der Medizinstudent schrittweise hochgearbeitet. Heute ist er Chefarzt in Zürich.

Ein Studentenleben inmitten zerbombter Krankenhäuser und Scharfschützen, die von Hochhäusern auf Fussgänger schiessen. Es ist das Jahr 1992 und der Bosnienkrieg hat begonnen. Omer Dzemali ist Anfang zwanzig und Medizinstudent in Sarajevo.

Als die Lage aussichtslos wird, entscheidet sich der Albaner aus Nordmazedonien zur Flucht. Als er den Flughafen erreicht, fliegt nur noch ein Flugzeug. «Der Pilot war so grosszügig und hat uns stehend mitgenommen. Es war wie im Bus», erzählt der 50-Jährige und lächelt. In Deutschland erhält er ein Studentenvisum und findet nach 32 Bewerbungen einen Studienplatz, muss sein Studium aber von vorne beginnen. «Im Nachhinein war es zwar nicht einfach, aber gewinnbringend», sagt Dzemali, heute Chefarzt für Herzchirurgie am Zürcher Spital Triemli. 

Sein Name steht sogar auf Patienten-Haut

Wie Omer Dzemali dies geschafft hat und warum sich ein Patient sogar den Namen des Herzchirurgen tätowieren liess, siehst du im Video oben. 

(tma)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 29. September 2020 19:24
aktualisiert: 29. September 2020 19:27