Dezentrales Schützenfest Emmen

«Wir wollten ein Volksfest. Dass das nicht geht, schmerzt»

27. März 2021, 19:28 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Alle 5 Jahre treffen sich rund 40'000 Schiess-Fans zum eidgenössischen Schützenfest. Letztes Jahr hätte das Fest in Luzern stattgefunden, konnte aber aufgrund der Pandemie nicht durchgeführt werden. Nun hat das Komitee aber eine Lösung gefunden, damit es dieses Jahr mit der Durchführung sicher klappt.

Einzig das traditionelle Eröffnungsschiessen findet zentral in Emmen statt, wenn auch im kleinen Rahmen. Die restlichen Wettkämpfe muss jeder Schützenverein bei sich auf dem Platz austragen. Laut dem OK-Präsidenten und Regierungsrat Paul Winiker, gehe das gut, auch wenn Abstriche gemacht werden müssten: «Es heisst ja Schützenfest, es wird also nicht nur geschossen, sondern es gibt auch ein Fest. Wir wollten während einem Monat in Emmen ein grosses Volksfest. Dass wir darauf verzichten müssen, das fällt schwer. Wir haben da sehr viel Herzblut investiert und das tut weh. Aber wir müssen realistisch sein.»

Absage kommt nicht in Frage

Bei einem grossen, zentralen Anlassen würde schlussendlich der Bund aufgrund der epidemiologischen Lage entscheiden, ob der Anlasss durchgeführt werden kann oder nicht – eine Absage wäre wahrscheinlich. Mit der dezentralen Variante ist der Ball beim OK und eine Absage kommt gar nicht erst in Frage. Umplanen ist das Stichwort.

«Das ist sehr aufwendig. Ich bin sehr froh, habe ich ein OK, das in den letzten 2, 3 Monaten voll professionell gearbeitet hat und die Flinte nicht ins Korn geworfen hat.»

Das grosse Fest soll dann aber im Oktober nachgeholt – vorausgesetzt, die Pandemie lässt das bis dann zu.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 27. März 2021 18:53
aktualisiert: 27. März 2021 19:28