Freizeit

Ab 2021: Bei der Villa Auf Musegg in Luzern gibt's eine Buvette

13. Juli 2020, 09:49 Uhr
Bei der Villa Auf Musegg gibt es ab nächstem Frühling eine Buvette. (Archivbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Im Aussenbereich der Villa Auf Musegg in Luzern gibt es ab nächstem Frühling ein neues, vegetarisches Gartencafé - vorerst befristet auf eine Sommersaison. Die Betreiber des «Bistro mes amis» werden sich diesen Sommer an zwei Tagen bereits einmal der Bevölkerung vorstellen.

Wegen der Coronapandemie findet die offizielle Eröffnung nicht diesen Sommer statt sondern erst Ende April nächsten Jahres, teilte der Stadtrat am Montag mit.

Die Erfahrungen aus der Zwischennutzung sollen in die Überlegungen zum Betrieb des gastronomischen Angebots im Rahmen der definitiven Nutzung einfliessen. Die Stadt plant nämlich, die Villa zu sanieren, um sie für Wohnzwecke zu vermieten und das Erdgeschoss öffentlich zugänglich zu machen.

Die Villa Auf Musegg 1 wurde 1867 ursprünglich als Sommerwirtschaft erbaut und war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das erste neue Gebäude im Gebiet der Musegghalde. Seit 1965 befindet sich das Gebäude im Eigentum der Stadt Luzern und ist im kantonalen Bauinventar als schützenswert eingestuft. Von 1967 bis 1996 war in der Villa das Kindergartenseminar der Stadt Luzern untergebracht.

Zurzeit wird das Erdgeschoss durch die Timeout-Klasse der Volksschule genutzt. Die oberen Etagen sind raumweise an Kunstschaffende aus der Stadt Luzern vermietet. Die Stadtgärtnerei nutzt die Remise.

Wegen der Schäden aufgrund von Feuchtigkeit, Verwitterung und Setzungen und auch wegen der technischen Installationen, die das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben, muss das Haus totalsaniert werden. Ziel ist es, 2023 mit der Totalsanierung zu starten.

Ein grosser Teil der Villa und die Remise sollen danach zu Wohnzwecken vermietet werden. Das Erdgeschoss mit den zwei grossen Räumen und der gedeckten Terrasse mit Aussicht auf die Stadt, den See und die Umgebung, soll öffentlich zugänglich gemacht werden.

Zwischennutzung

Bis zur Gesamtsanierung will der Stadtrat im Aussenbereich der Villa eine Zwischennutzung mit einer mobilen Buvette ermöglichen. Aufgrund der zeitlich eingeschränkten Betriebsphase von einem bis maximal vier Jahren wurde eine Betreiberin oder ein Betreiber im Einladungsverfahren gesucht.

Der Stadtrat hat den Zuschlag Sarah Lämmli und Younes El Kinani gegeben. Sie betreiben seit September 2019 das Restaurant Majorelle im Himmelrich in Luzern.

Das gastronomische Konzept der beiden Luzerner setzt auf ein Gartencafé mit regionalem und nachhaltigem, vegetarischem Angebot. In der mobilen Buvette «Bistro mes amis» wollen Sarah Lämmli und Younes El Kinani Auf Musegg 1 ein Frühstück, ein saisonales vegetarisches Mittagsmenü, am Nachmittag Kaffee und Kuchen und ab 17 Uhr Apéro-Häppchen anbieten.

Alkoholische Getränke werden nur ausserhalb der Unterrichtszeiten der Timeout-Klasse angeboten. Je nach Witterung wird das «Bistro mes amis» in den Sommermonaten von Montag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr geöffnet sein.

Villa war besetzt

Das Obergeschoss der Villa war im Frühling 2018 von der Gruppe namens Pulpa während rund eines Monats besetzt worden. Die anonym auftretende Gruppe wollte daraus einen Ort machen, der Raum «für kreatives Schaffen, Begegnungen und Diskussionen» bietet.

Nachdem die Gruppe freiwillig ausgezogen war, teilte der Stadtrat mit, dass er die Möglichkeit prüfe, die Remise bereits vor der geplanten Gesamtsanierung vom Schimmel zu befreien. Anschliessend solle sie für eine Zwischennutzung vermietet werden. Parallel dazu werde ein Gesamtkonzept für die ganze Liegenschaft erarbeitet.

Quelle: sda
veröffentlicht: 13. Juli 2020 09:49
aktualisiert: 13. Juli 2020 09:49